Die Anmerkung behandelt die Thematik der Zensur von Sokrates bis zur heutigen Cancel Culture. Sie zeigt, wie Menschen und Werke aus moralischen, politischen oder religiösen Gründen zensiert wurden und beleuchtet die Reaktionen darauf. In über zwanzig Fallstudien wird die Funktion und die Auswirkungen von Zensur sowie kreativer Widerstand thematisiert.
Bevor Frauen in der Neuzeit sich trauten, Gedichte oder gar Romane zu schreiben, waren sie erst einmal begeisterte Leserinnen. Der sich im 16. und 17. Jahrhundert entwickelnde Buchmarkt wäre nie in Schwung gekommen ohne das weibliche Lesepublikum. Dabei wurde den Damen und Mädchen das Lesen, abgesehen von der Bibel, anfangs nicht einmal erlaubt. Verse und Fiktionen könnten die Fantasie eines weiblichen Wesens angeblich in die falsche Richtung lenken. Doch die Moralwächter verloren die Schlacht. Bücher sind leicht transportierbar und Lesen macht kein Geräusch. Also kann es im Geheimen erfolgen. Schließlich änderte die Aufklärung das Klima: Mancher Pfarrer oder Gelehrte zeigte sich begeistert von der Intelligenz seiner Tochter und förderte sie durch Literaturangebote. Das Ergebnis: Frauen lasen sich so lange durch die Weltliteratur, bis sie Lust bekamen, die Freude, die sie beim Lesen empfanden, durch eigene Werke in anderen zu wecken. Das war am Anfang mühsam, der Ehrgeiz musste hinter Pseudonymen verborgen werden, schreibende Frauen galten als verirrte Wesen. Aber spätestens im 19. Jahrhundert welkte das Vorurteil dahin. Es gab einfach zu viele großartige Dichterinnen und wunderbare Erzählerinnen. In diesem Band findet sich eine wohlüberlegte Auswahl der bedeutendsten europäischen Schriftstellerinnen.
Immer noch quillt die Geschichte über von Männern mit historischen Verdiensten, während sich nur alle paar Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte eine Hatschepsut, eine Theophanu, eine Florence Nightingale, eine Lou Andreas-Salomé über den Horizont der Normalität erhebt. Doch vieles ändert sich. Und bald wird unsere Welt in gleichem Maße von Frauen geprägt sein. Die hier vorgestellten Ausnahmefrauen, die es aufgrund besonders günstiger Umstände oder übermenschlicher Kraftanstrengungen doch geschafft haben, mehr aus sich zu machen, geben eindrucksvoll Kunde von weiblichen Möglichkeiten. In persönlichen und lebhaften Berichten erzählt die Autorin von originären Heldinnen, Revolutionärinnen und Künstlerinnen, von Besessenen, Begnadeten und von mächtigen Frauen. Die Porträts vereinen Kämpferinnen für die Frauenrechte wie Emily Davis, Herrscherinnen wie Königin Elisabeth I. von England, Geschäftsfrauen wie Coco Chanel und Helena Rubinstein, Größen aus der Kunst- und Musikszene wie Peggy Guggenheim, Ella Fitzgerald und Isadora Duncan und viele andere.
Es sind Namen, die wiederholt durch die Medien gehen, große Namen, Namen engagierter, entschlossener junger Frauen, deren gesellschaftlicher Einsatz weltweite Aufmerksamkeit erlangt hat: Carola Rackete, Greta Thunberg, Malala Yousafzai und viele mehr. Sie repräsentieren eine weibliche Generation, die zu nachhaltigen und manchmal militanten Protestaktionen gegen Klimasünden und Menschenrechtsverletzungen entschlossen ist. Dabei ist es kein Zufall, dass es Fackelträgerinnen sind, die der Revolte vorangehen. Barbara Sichtermann beschreibt in fesselnden Porträts nicht nur die Lebensgeschichten dieser Weltenretterinnen, sondern widmet sich auch den Zuständen und Problemen im jeweiligen Land und Kulturraum, den Protestbewegungen, der Situation der jungen Menschen, den Formen der Auflehnung, der Politik der Machthaber. Nicht zuletzt wird die Bedeutung internationaler Vernetzung sichtbar, ebenso wie die Organisationen und spontanen Widerstandsbewegungen vor Ort.
Die Ära der Avantgarde an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert war eine Zeit des Aufbruchs in allen Künsten und doch gaben immer noch die Männer den Ton an. Da betrat Anfang des 20. Jahrhunderts die Amerikanerin Isadora Duncan (1877 – 1927) die Bühnen der Welt. Sie war eine der Vorkämpferinnen für eine völlig neue Bewegungskunst. In Europa, wo das Ballett mit seiner übertriebenen Künstlichkeit bereits begann, sich Sympathien zu verspielen, empfing man sie mit offenen Armen. Duncan machte als Solotänzerin eine beispiellose Karriere. Ihre Auftritte hypnotisierten das Publikum, sie tanzte als Erste barfuß und in losem Gewand. Mit ihren Ideen stand Duncan nicht allein da. Sie lagen im Zug der Zeit, die sich zunehmend für Freikörperkultur, Wandern, Turnen und ähnliche Reformideen begeisterte. Sie verstand sich als Feministin. Als Duncan ihre Tochter Deirdre geboren hatte, kam es für sie nicht in Frage, mit deren Vater Gordon Craig die Ehe einzugehen. Wegen dieses für die damalige Zeit skandalösen Lebenswandels entzogen ihr empörte Berliner Gönner die Zuwendungen für ihre dortige Tanzschule. In Paris, wo nicht selten tausende Zuschauer ihren Darbietungen folgten, konnte sie freier leben. Sichtermann und Rose beschreiben die ganz und gar einzigartige Lebensgeschichte der »Göttlichen« in Form einer Romanbiografie.
Im Jahr 1902 kommt die 1,48 m große Helena Rubinstein nach Australien und revolutioniert die Kosmetikbranche. Sie wird zur Marke, prägt das weibliche Selbstverständnis und fördert die Bildung von Frauen. Ihr Leben, geprägt von Unabhängigkeit und Erfolg, wird von Barbara Sichtermann und Ingo Rose eindrucksvoll nachgezeichnet.
Es gibt bislang keine umfassende und anspruchsvolle Biografie über Agatha Christie aus deutscher Feder. Christie zählt zu den am meisten unterschätzten Persönlichkeiten der schreibenden Zunft des 20. Jahrhunderts, was sie jedoch nicht störte, da sie die erfolgreichste Autorin aller Zeiten war, mit geschätzten zwei Milliarden verkauften Büchern. Mit der Zeit revidieren Kritiker, die sie einst als Trivialautorin abtaten, ihr Urteil. Sie war nicht nur eine hervorragende Erzählerin, sondern lieferte auch eine Psycho- und Sozialchronik des 20. Jahrhunderts. Ihr Leben war spannend, da sie durch ihren Erfolg Zugang zu großen Bühnen der Öffentlichkeit erhielt, zahlreiche Reisen unternahm und sich an der Seite ihres zweiten Mannes Max Mallowan zur Hobby-Archäologin entwickelte. Besonders faszinierend ist ihre Fähigkeit, menschliche Wahrnehmung in Kriminalhandlungen darzustellen, sowohl in ihrer naiven Leichtgläubigkeit als auch in ihrer natürlichen Skepsis. Agatha blieb eine reservierte viktorianische Lady, wuchs jedoch in ihrem Wirken über das zeitgenössische Frauenleitbild hinaus. In ihren Ehen bewahrte sie ihre persönliche Unabhängigkeit, auch in Lebensbereichen, in denen Ruhm und Geld keine Rolle spielten. Ihre Vita und ihr Werk zu würdigen, war ein großer Ansporn für die erfolgreiche feministische Autorin Barbara Sichtermann.
Wie sich Männer von gestern die Frau von morgen vorstellen - Plädoyers von 1929. Namhafte Autoren der Avantgarde, darunter Max Bord, Robert Musil und Stefan Zweig, beschäftigten sich 1929 mit dem umstrittenen Thema „Gleichstellung der Frau in der Gesellschaft“ – ein origineller und prägnanter männlicher Blickl auf das Streben der Frauen nach Eigenständigkeit, das die Autoren für mehr oder weniger unterstützenswert halten. »Die Frau von morgen wird instinktvoll und klug die guten von den bösen Komponenten der ›neuen Sachlichkeit‹ zu scheiden haben.« Max Brod »Anders wird sie sein, die Frau von morgen … denn sie hat eine ungeheure Entwicklung zu vollenden: die endgültige Befreiung von der männlichen einseitigen Moral.« Stefan Zweig
Ich bin Berlinerin! 13 Porträts von bedeutenden Berliner Frauen, die die Stadt bewegten und die, jede für sich, sagen könnte „Ich bin eine Berlinerin!“ Ein facettenreiches Panorama der Metropole aus weiblicher Sicht – von der Frauenrechtlerin Hedwig Dohm über Marlene Dietrich bis hin zur deutschen „Godmother of Punk“. 13 kenntnisreiche Portraits der Frauen, die Berlin bewegten: Hedwig Dohm Franziska Tiburtius Else Lasker-Schüler Alice Salomon Claire Waldoff Jeanne Mammen Gabriele Tergit Anita Berber Helene Weigel Marlene Dietrich Hildegard Knef Regine Hildebrandt Nina Hagen
Legal – illegal – scheißegal: Hausbesetzer erzählen die Geschichte des Häuserkampfs
Als die Revolution nicht stattfand, als aus dem fröhlichen Widerstand der Studenten gegen die Pantoffelrepublik ihrer Eltern nichts wurde, schickte sich eine neue Generation an, die Städte mit viel Phantasie „zu erobern“. Das ist ihre Geschichte, in der unter anderen Daniel Cohn-Bendit und Klaus der Geiger zu Wort kommen und viele Beteiligte.
Nicht nur in Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln, Freiburg und Zürich tobte seit den 1970er Jahren der Häuserkampf. Kai Sichtermann, Gründungsmitglied der legendären Band Ton Steine Scherben, war mittendrin. Gemeinsam mit seiner Schwester, der Publizistin Barbara Sichtermann, befragte er nun die wichtigsten Protagonisten von damals. Sie erzählen, wie alles anfing, was die Bewegung bewirkte und welche Kämpfe die Hausbesetzer im Laufe der Jahrzehnte ausgefochten haben.
„Das ist unser Haus“ ist „oral history“, Lese-, Bilder- und Geschichtsbuch über eine Zeit, die angesichts stetig steigender Mieten und Wohnungspreise hochaktuell ist. Wem gehört die Stadt und wie stellen wir uns die Städte der Zukunft vor?
Liebe im Wandel der Zeit: gleiche und ungleiche Paare, Künstlerinnen und Politiker, Literaten und Freiheitskämpferinnen, Philosophen und Filmstars. Von Adam und Eva im Paradies über Goethe und Christiane in Weimar bis zu Jack und Rose auf der Titanic. Von der Antike über das Mittelalter zur Postmoderne. Ein spannender Überblick über die Liebe im Wandel der Zeit.
Jahrhundertelang haben Frauen und Männer ihre Körper für Geld, Macht und gesellschaftlichen Aufstieg hingegeben und sind dabei geliebt und verehrt oder verachtet und verteufelt worden. In 18 Porträts von berühmten und berüchtigten Persönlichkeiten – darunter auch zwei Männer – schlagen die Autoren einen großen Bogen von der Antike, dem alten Indien und klassischen Rom über Renaissance, Aufklärung und Belle Époque bis in die Moderne.
Barbara Sichtermann zeichnet ein facettenreiches Porträt von Marilyn Monroe und versammelt Texte berühmter Zeitgenossen, die den verzweifelten Kampf der berühm- testen Blondine der Welt um Liebe und Anerkennung zeigen, ihre Fragilität und Zerrissenheit, aber auch ihr außergewöhnliches Talent. Ein faszinierender Blick hinter die Hollywood-Kulissen und eine intime Begegnung mit der Frau hinter dem Mythos MM, einer vielseitigen und bis heute unterschätzten Schauspielerin.
Im 19. Jahrhundert galt die öffentliche Präsenz von Frauen als ungehörig, doch eine deutsche Schriftstellerin brach mit dieser Norm: Louise Aston, eine Vorkämpferin für die demokratische Revolution und die Frauenbewegung. Geboren in Gröningen bei Halberstadt, lebte sie in verschiedenen Städten wie Magdeburg, Göttingen und München und nahm als freiwillige Pflegerin am Schleswig-Holsteinischen Krieg sowie am Krimkrieg teil. Ihr Leben führte sie durch die Ukraine, Siebenbürgen, Ungarn und Österreich, bevor sie in Wangen im Allgäu starb. Aston, die sich als „Emancipierte“ verstand, trug Hosen, rauchte, und beteiligte sich aktiv an Debatten in Clubs und Gastwirtschaften. Sie forderte das Recht auf persönliche Entfaltung und freie Liebeswahl und gründete den Club Emanzipierter Frauen. Ihre literarischen Werke umfassten erotische und radikal-politische Gedichte sowie die Romane „Lydia“ und „Revolution und Conterrevolution“. Engagiert in der Märzrevolution von 1848, war sie in demokratischen Kreisen aktiv. Ihr erotischer Gedichtband „Wilde Rosen“ erregte öffentliches Aufsehen und führte zu ihrer Ausweisung aus Berlin wegen ihrer politischen Aktivitäten, die als staatsgefährlich galten.
Die in diesem Buch versammelten außergewöhnlichen Frauen zeichnen sich durch ein einzigartiges Gespür für die Strömungen ihrer Zeit und die Trends der Gegenwart aus. Sie begeisterten und inspirierten Künstler ebenso, wie sie sie finanziell unterstützen. Ohne sie wäre die Kunstgeschichte heute ärmer, und viele große Künstler wären nie entdeckt worden. Die Kunstmäzeninnen Peggy Guggenheim, Gertrude Stein oder Irene Ludwig, die große Musikförderin Betty Freeman oder Milena Ebel, die die Kulturvielfalt insgesamt sehr unterstützt – diese und weitere Biografien laden dazu ein, sich mit der Geschichte dieser starken Frauen zu befassen, in deren Namen der Glanz der Kunstwelt mitschwingt.
Welche Frau war die erste Nachrichtensprecherin, welche die erste Landesbischöfin, und welche trug als Erste Hosen im Deutschen Bundestag? Lange war die Rolle der Frau auf das Heim, Familie und Kinder beschränkt, und noch heute finden sich viele Relikte dieser Vorstellung in unserer Gesellschaft. Für die Frauen war es ein harter Kampf, die Erste sein zu können und dieselben Rechte in Anspruch zu nehmen, wie es Männer schon seit Jahrhunderten taten. Ob nun als Studentin, als Juristin, als Hochleistungssportlerin, Physikerin oder auch als erste Gondelfahrerin in Venedig – Frauen standen auf ihrem Weg oftmals Ablehnung und Vorurteilen gegenüber, die sie mit Kampfeslust, starkem Willen und viel Durchhaltevermögen überwinden mussten. Die einzigartigen Biografien laden dazu ein, sich mit der Geschichte der Frauen zu befassen, die den Mut hatten, ihren Traum zu verwirklichen, und es schließlich schafften, die Erste zu sein!
Zum 250. Geburtstag von Dorothea Caroline Albertine, geborene Michaelis, verwitwete Böhmer, geschiedene Schlegel, wiederverheiratete Schelling, wirft Barbara Sichtermann einen neuen Blick auf die Intellektuelle, die Verfolgte, die Gastgeberin, die Liebhaberin und verfolgt ihre Lebensstationen in Göttingen, Gotha, Clausthal, Marburg, Mainz, Königstein, Jena, Würzburg und München.
Sichtermann lässt ein mehrdeutiges Sittenbild entstehen, eine Sphäre weiblicher Sexualität, in der die gewohnte Moral nicht gilt. Weibliche Liebeslust findet in einer 'Geheimwelt' statt, die manche Überraschungen für die Leserinnen und Leser bereit hält; denn Eros ist in der Liebespraxis der Frauen ein Vagabund, ein Wegelagerer – und ein König!
Frauen, die die Welt veränderten, Frauen, die Geschichte gemacht haben, Frauen, die Männerdomänen gestürmt und Frauendomänen erobert haben, Frauen, die zu Mythen wurden, die Stile geprägt, Kunst gemacht haben oder zu Kunstfiguren wurden. Von Maria über Kriemhild, Jane Austen und Rosa Luxemburg zu Coco Chanel, Hannah Arendt und Madonna. 50 Klassiker Frauen: Es gab sie zu allen Zeiten in aller Frauen Länder: ungewöhnliche Frauen. Königinnen und Heilige, Naturwissenschaftlerinnen und Schriftstellerinnen, Modemacherinnen und literarische Legenden, Politikerinnen und Popstars. Warum wurden sie so berühmt? In den Kurzessays stellt Barbara Sichtermann jede Frau inmitten ihres sozialen und historischen Umfelds dar, erzählt Rühmliches und Unrühmliches. Zeitgenössische Zitate und Zusatzinformationen sind durch Kästen im Layout hervorgehoben. Auf der Faktenseite finden sich die Lebensdaten jeder Frau, ihre Werke und Leistungen sowie Lese-, Hör- und Filmtipps. Ein Personenregister und ein Glossar, das Begriffe zur Geschichte der Frauenemanzipation erklärt, runden das Buch ab. 'Ein wunderbares Buch über Leben, Werk und Lebensdaten von 50 außergewöhnlichen Frauen. In Kurzessays wird jede Einzelne in ihrem Umfeld lebendig. Eine anregende Lektüre, nicht nur für Frauen.' Journal für die Frau
Der reich bebilderte Band von Barbara Sichtermann und Joachim Scholl erkundet die vielfältige Kunst der Liebe durch historische und literarische Perspektiven. Er bietet Biografien, Tipps zu Literatur, Film und Besichtigungen sowie ein Glossar der Erotik und ein ausführliches Personenregister.
Barbara Sichtermann beleuchtet den mühsamen Prozess der Frauenemanzipation und die rechtliche Gleichstellung der Frauen im historischen Kontext. Sie zeigt auf, dass trotz der Errungenschaften, insbesondere seit dem 20. Jahrhundert, echte Gleichstellung in Kultur, Wirtschaft und Politik noch nicht erreicht ist, sowohl in Europa als auch weltweit.
Kurzweilig und kenntnisreich führt Barbara Sichtermann in Leben und Werk von 50 namhaften Schriftstellerinnen ein, die die Literatur in vier Jahrhunderten maßgeblich geprägt haben. Bis heute freuen sich kleine und große Leser über die Streiche der Kinderbuchhelden von Astrid Lindgren, finden Liebende ihre Gefühle in den Gedichten von Emily Dickinson widergespiegelt, verschlingen Krimifreunde die Romane von Patricia Highsmith. Sind die Werke der Autorinnen auch vielfach gegenwärtig, bleiben die Bedingungen, unter denen sie entstanden, meist verborgen. Den Höhen und Tiefen im Leben und Schaffen der Frauen, die mit Mut und Beharrlichkeit ihrer Berufung folgten, widmet sich Barbara Sichtermann in ihren Essays. Faktenseiten mit Biografien, Lese-, Film- und Besichtigungstipps sowie ein ausführliches Personenregister runden das Buch ab.
Was für ein Mut gehört dazu, für die Wahrheit und die eigenen Überzeugungen das Leben aufs Spiel zu setzen! Barbara Sichtermann untersucht einfühlsam, wie ein kluges, gewöhnliches Mädchen furchtlos Widerstand gegen die Unrechtsherrschaft der Nazis leistete. Kinder werden sich in diesem Mädchen wiederfinden. Aufgewachsen im Deutschland der Nazi-Zeit, musste sie wie viele andere in die offiziellen Organisationen der Hitlerpartei eintreten. Sophie Scholl war ein aufgewecktes Mädchen, das die Natur liebte und gerne mit Freunden zusammen war. Doch als sie älter wurde und von der Verfolgung und Ermordung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder Ansichten erfuhr, entschloss sie sich, gegen das scheinbar allmächtige Regime zu kämpfen. Diese Entscheidung war riskant, führte zum Verlust von Freunden und erforderte Mut, da offene Meinungsäußerung gefährlich war. Zu Beginn ihres Studiums schloss sie sich eng mit ihrem Bruder Hans und Gleichgesinnten zusammen, die sich 'Weiße Rose' nannten. Mit mutigen Aktionen verbreitete sie Informationen und rief zum Widerstand auf. Ihre Aktivitäten führten zur Anzeige und Verhaftung. Doch selbst im Verhör blieb sie ihren Überzeugungen treu. Am 22. Februar 1943 wurde sie im Alter von einundzwanzig Jahren hingerichtet.
Für Erwachsene bedeutet die Pubertät ihrer Kinder häufig eine Krise, in die beratend und helfend eingegriffen werden kann. Für die Kinder selbst ist sie Sexualisierung ihrer Selbst- und Fremdwahrnehmung, eine Zeit voller Verheißung, aber auch seelischer Not. Das Buch der bekannten Publizistin und Bestsellerautorin Barbara Sichtermann stellt die Pubertät aus dem Blickwinkel der Jugendlichen und ihrer Erotik und Sexualität dar, damit sie besser zu verstehen ist – für die Eltern und die Kids. Ein brillant geschriebener Essay, der mehr ist als ein Ratgeber und gleichzeitig ein tiefes Verständnis über die Nöte sexueller Reife vermittelt. Konkurrenzlos! Sexualität ist als Himmelsmacht und Teufelswerk in jedem Lebewesen ständig wirksam. Während der Pubertät muss ein junger Mensch den Sexus körperlich – praktisch und sozial-moralisch in sein Leben einbringen, was ihm keineswegs »einfach so« gelingt und was meist auch kein allmählicher, glatter Reifungsvorgang ist, sondern ein diskontinuierlicher Prozess voller Komplikationen, Fallen, Fragen und Schrecken. Über das alles hören die Jugendlichen in der Familie, in der Schule und in den Medien so gut wie gar nichts. Aber sie leiden darunter. Warum es einfache Lösungen nicht gibt, ein tieferes Verständnis aber doch weiterhilft, zeigt die bekannte Schriftstellerin, Medienkritikerin und Rundfunkautorin in ihrem brillant geschriebenen und nachdenkenswerten Buch.
Die Autoren zeigen in ihrem Buch, an welchen Ecken, Kanten und Zentren es heute im Zusammenleben der Geschlechter brennt und kriselt. Sie zeigen aber auch auf, wo die Lösungen liegen könnten.
Lyrik, wenn sie gelingt, übt einen rätselhaften Zauber aus. Wir können zwar in des Dichters Zauberkasten hineinschauen und die Instrumente beschreiben - wie es in diesem Band geschieht -, aber fast immer bleibt ein Rest, der sich der Analyse entzieht und den der Lyriker selbst nicht erklären kann - oder will. Und das ist auch gut so. Gedichte fesseln ihre Leser seit Jahrhunderten, ganz gleich ob es sich um Liebesgedichte handelt oder um politische, satirische, moralische oder einfach nur unterhaltsame. Barbara Sichtermann und Joachim Scholl haben 50 große Gedichte analysiert. 50 Klassiker Lyrik stellt deutsche Gedichte vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert vor. In jedem Kurzessay wird ein Gedicht abgedruckt, seine Bedeutung erläutert, seine Metrik erklärt und seine Wirkung betrachtet. Auf der Faktenseite finden sich die Biografie des jeweiligen Autors, seine wichtigsten Werke sowie Film-, Hör- und Leseempfehlungen. Abgerundet wird das Buch durch ein ausführliches Lyrik-Glossar sowie ein Personen- und Werkregister. 'Kurzweilig, bunt illustriert und dennoch kein bisschen oberflächlich ist dieses Buch geraten - ein Panoptikum deutscher Literatur in Versen durch die Jahrhunderte.'Frankfurter Neue Presse
Autorka přibližuje události a poodhaluje závoj tajemství nad životem, strastmi i slastmi 50 nejznámějších slavných párů (Adam a Eva, Orfeus a Euridika, Antonius a Kleopatra, Romeo a Julie, Rimbaud a Verlaine, Oscar Wilde a Lord Douglas, atd).
Intrigante Liebesbriefe, die Erschaffung künstlicher Menschen, Krieg und Frieden, Gewalt und Leidenschaft, Schuld und Sühne - das sind die unsterblichen Themen der großen Romane der Weltliteratur, die schon seit Jahrhunderten die Leser immer wieder aufs Neue fesseln, gleich ob sie fantastisch oder realistisch, satirisch oder moralisch, hoch literarisch oder einfach nur unterhaltsam und spannend sind. Barbara Sichtermann und Joachim Scholl haben 50 dieser großen Romane ausgewählt. 50 Klassiker Romane vor 1900 von der Renaissance bis ins 19. Jahrhundert, die zum lesenswerten Kanon gehören. In jedem Kurzessay wird ein Roman vorgestellt, seine Bedeutung erläutert und seine Wirkung betrachtet. Zitate von Kritikern und Einschätzungen wichtiger Persönlichkeiten werden durch Kästen hervorgehoben. Auf der Faktenseite finden sich die Biografie des jeweiligen Autors, seine wichtigsten Werke sowie Film-, Hör- und Leseempfehlungen. Abgerundet wird das Buch durch ein ausführliches Glossar sowie ein Personen- und Werkregister. 'Die toten Seelen? Tristram Shandy? Onkel Toms Hütte? Es macht viel Spaß, sich zu überlegen, welches die 50 wichtigsten Romane der Weltliteratur vor 1900 sein könnten - und sich dabei zu ertappen, wieviel man wirklich von ihnen weiß.'Der Tagesspiegel
Barbara Sichtermann, Jahrgang 1943, studierte Volkswirtschaftslehre und Soziologie. Sie arbeitet seit 1978 als freie Autorin und beschäftigt sich mit den Themen Frauenpolitik, Leben mit Kindern, Geschlechterbeziehung, Literatur, Medien.
Frauen, die die Welt verändert haben, Frauen, die Männerdomänen gestürmt und Frauendomänen berühmt gemacht haben, Frauengestalten, die zu Mythen wurden, die Stile geprägt und Kunst gemacht haben oder zu Kunstfiguren wurden. Von Maria über Kriemhild, Jane Austen und Rosa Luxemburg zu Ella Fitzgerald, Hannah Arendt und Madonna. Ein aufregender Spaziergang durch die bewegten Leben der berühmtesten Frauengestalten.
Das Buch "50 Klassiker Paare" beleuchtet das Leben und die Liebe berühmter Paare von der Antike bis zur Postmoderne. Es behandelt unterschiedliche Aspekte wie Leidenschaft, Eifersucht und Sehnsucht und bietet ergänzende Informationen zu den Partnern sowie Lese- und Medientipps. Ein Glossar der Ethik rundet den Inhalt ab.
Ein temporeich erzählter Berlin-Roman. Held ist der Versicherungsagent und Eisenbahnfreak Hagen Schäfer, ein Durchschnittstyp mit ziemlich undurchschnittlichen Problemen. Dazu gehören vor allem die komplizierten Ehe-, Liebes- und Triebgeschichten, in die er sich verstrickt hat. Besonders problematisch gestaltet sich die Beziehung zu Yvonne Genthien, der fünfzehnjährigen Anführerin einer Kinderbande. Das quirlige Ding schleicht sich erst in seine Wohnung, dann in sein Herz und schließlich in sein Bett. Da ist der Vorwurf sexueller Verführung Minderjähriger nicht von der Hand zu weisen. Liebe und Verrat, Irrungen und Wirrungen eines heißen Sommers in Berlin.Auch als Hörbuch im Download erhältlich!
Die völlig neu bearbeitete und aktualisierte Auflage des Handbuchs gibt Antworten auf die meisten Fragen, die sich Gründerinnen auf dem Weg zur Umsetzung ihrer Ideen stellen. Dabei wird es nie zu schwierig oder gar langweilig. Am praktischen Beispiel von Modellprojekten erfährt frau alles, was bei einer Existenzgründung zu beachten ist. Auch diejenigen, die sich schon selbständig gemacht haben, werden sachkundig begleitet, wenn sie ihren Laden richtig zum Laufen bringen wollen.
Barbara Sichtermanns Standardwerk hat nichts von seiner Aktualität verloren: Ihre Kritik an den überkommenen Methoden des Umgangs mit Säuglingen und ihre praxisbezogene Sichtweise, wie man sich Neugeborenen gegenüber verhalten soll, sind heute wichtiger denn je. Ihr »Gegen-Leitfaden« hilft Erwachsenen, Unsicherheiten, Ängste und Vorurteile abzulegen und statt dessen vor allem eine Körperbeziehung zu dem Baby herzustellen: mit ihm zu leben, anstatt es lediglich zu versorgen.
Excerpt from Lysistrata The Romancers. A comedy in 8 acts. By Edmond Rostand. 8 men, 1 woman (extra women as supers). New translation of this celebrated and charming little romantic play by the famous author oi' Cyr-ano de Bergerac and Chantecler. Price 35 cents. About the Publisher Forgotten Books publishes hundreds of thousands of rare and classic books. Find more at www.forgottenbooks.com This book is a reproduction of an important historical work. Forgotten Books uses state-of-the-art technology to digitally reconstruct the work, preserving the original format whilst repairing imperfections present in the aged copy. In rare cases, an imperfection in the original, such as a blemish or missing page, may be replicated in our edition. We do, however, repair the vast majority of imperfections successfully; any imperfections that remain are intentionally left to preserve the state of such historical works.
Das Drama, das sich da abspielt, verlangt ernst genommen zu werden. Die deutsche Erziehungstradition hat es mit Überheblichkeit behandelt. Schon das Wort «Trotz-Phase»! «Trotz» ist abwertend – Phase klingt nach «Augen zu und durch».Angeregt durch die Erfahrungen mit ihrem eigenen Kind ist Barbara Sichtermann dem Problem nachgegangen. Behutsam und mit vielen Beispielen versucht sie zu klären, woher der Zorn kommt, warum er im Kleinkindalter so oft eine heftige, ausbruchsartige Form annimmt und welche Probleme bei den Eltern damit einhergehen. Einfühlung beim trotzenden Kind fällt – anders als beim trauernden, enttäuschten oder versagenden Kind – oft sehr schwer.Die Autorin zeigt, wie Eltern und Kinder in solchen Situationen miteinander umgehen. Solche Bearbeitungsweisen, halbfertige, versuchsartige, geben Anregungen und machen Mut, sich einem Problem zu stellen, das allzu gern mit der Decke des Verschweigens überdeckt und so der Diskussion und damit einem vernünftigen Umgang entzogen wird.Dieser Ratgeber ist für Eltern und alle an praktischen Problemlösungen Interessierte geschrieben.
Um den Mythos der Mutterschaft ranken sich bis heute viele Erzählungen, die an der Lebensrealität vollständig vorbeigehen. Barbara Sichtermann macht den Praxistest und unterzieht den Alltag mit Kind einer genauen, tabulosen Detailanalyse. Sie beschreibt nämlich, worin die Veränderungen und Belastungen durch ein Kind wirklich bestehen, entlang der Konfliktlinien von Langeweile, ewiger Wiederholung, Vergeblichkeit, Aggressionen und Trotz. Und sie gibt hilfreiche Hinweise, wie man die überflüssigen Belastungen vermeiden, die notwendigen hinnehmen und sie allesamt teilen kann. Barbara Sichtermann nimmt kein Blatt vor den Mund, ihre klischeefreie und schonungslose Bestandsaufnahme bringt einen gleichwohl zum Schmunzeln. Und auch wenn Eltern mit jedem Kind zwangsläufig Einbußen an Geld, Zeit, Kontakten, Zweisamkeit und Nerven erleiden, ist Barbara Sichtermanns Ausblick überaus hoffnungsvoll. Vor dem Hintergrund der Debatten um Kitaausbau, Herdprämie und Elterngeld bezieht sie in einem neuen Vorwort gewohnt engagiert ihre eigenwillige Position.