Explore the latest books of this year!
Bookbot

Klaus Huhn

  • Klaus Ullrich
February 24, 1928 – January 20, 2017
Der "Endlos-Mord" an Lutz Eigendorf
Das Buch der kleinen DDR Lügen
Olympisches Moskau
Flachzangen aus dem Westen
Einmarsch der Verbrecher
Raubzug Ost
  • Schon manches ist über die Abwicklung der Wirtschaft der DDR geschrieben worden. Dass dabei das Meiste zwar mit rechtsstaatlichen, aber keineswegs rechten Dingen zuging, räumten später sogar Politiker ein. Stets mit dem entschuldigenden Zusatz: Es gab keine Alternative! Doch, es hätte sie gegeben. Man wollte sie nur nicht. Klaus Huhn hat einige der schlimmsten Kriminalfälle und den Umgang der Obrigkeit mit diesen untersucht. Seine kurzweiligen Darstellungen öffnen nicht nur den Blick auf die hierzulande obwaltende Politik. Seine Berichte desillusionieren und ernüchtern.

    Raubzug Ost
    4.5
  • Man spricht heute von der DDR oft als von einer Mangelwirtschaft. Und in der Tat: Es mangelte ihr beispielsweise, je älter sie wurde, zunehmend an Kapitalverbrechen und denen, die sie begingen. Drogen und Prostitution waren unbekannt, demzufolge auch die Verbrechen in ihrem Umfeld. Das änderte sich nach 1990 schlagartig - die Statistiken beweisen es. Finanzjongleure veruntreuten Millionen an Volksvermögen, die Mordrate stieg, Menschen wurden - durch Verleumdung, wirtschaftliche Zwänge oder physische Gewalt, zum Beispiel von neuen Nazis - um ihre Existenz gebracht. Klaus Huhn schildert einige der gravierendsten Fälle, die man getrost alle als Vereinigungskriminalität bezeichnen kann. Denn die Liquidierung der DDR war die zwingende Voraussetzung dafür, dass das Verbrechen den Osten zurückerobern konnte. Woher immer die Täter kommen, die gesellschaftlichen Bedingungen sind ihnen günstig.

    Einmarsch der Verbrecher
    3.7
  • Eine Flachzange ist ein Werkzeug. Der Volksmund bezeichnet damit aber auch einen Menschen, der im Oberstübchen nicht sonderlich gut möbliert ist, sich seiner Einfalt jedoch nicht bewusst ist und auftritt, als sei er sehr bedeutend. Diese Differenz von Anspruch und Wirklichkeit mag hingehen, wenn diese Menschen kein Amt und keine Funktion haben. Wenn sie jedoch, wie nach 1990 massenhaft geschehen, in den Osten drängten und dort allein aufgrund ihrer Herkunft Immobilien, Unternehmen, Leitungs- und politische Funktionen an den Hals geworfen bekamen (oder mit krimineller Energie sich dieser bemächtigten), dann war das ein gesellschaftlicher Vorgang und keine lässliche Sünde. Klaus Huhn behandelt einige gravierende Fälle. Und zeigt, dass diese Flachzangen objektiv doch Werkzeuge nämlich Instrumente einer bestimmten Gesellschaft.

    Flachzangen aus dem Westen
    2.4
  • Auch dem Papst half ich mal aus der Klemme

    • 367 pages
    • 13 hours of reading

    Klaus Huhn ragt heraus aus der Zahl der Memoirenautoren. Er schreibt nicht, weil er nun das Alter dafür erreicht, sondern weil er etwas mitzuteilen hat. Er traf sich, zum Beispiel, in Seoul mit dem ausgereisten Jureck Becker und mit Papst Johannes Paul II. in Castel Gandolfo. Huhn war unterwegs zwischen Olympischen Spielen und politischen Großereignissen, von Berufs wegen immer dort, wo etwas passierte. Vieles davon stand anschließend in der Zeitung. Hier berichtet er endlich auch einmal über das, was nicht veröffentlicht wurde.

    Auch dem Papst half ich mal aus der Klemme
  • Klaus Huhn, politischer Publizist mit scharfer Feder und Autor vieler Publikationen zur DDR-Historiographie, legt in bekannt polemischer Art seine eigene Auswahl von deutschen Skandalen nach 1945 vor und zeichnet ein erhellendes (Un-) Sittenbild der Bundesrepublik.

    Deutsche Skandal-Chronik
  • Neues aus der Doping-Republik

    • 88 pages
    • 4 hours of reading

    Im Dezember 2012, um den 2. Advent, führte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) in Stuttgart den 'Kampf gegen das schlechte Gewissen' (Potsdamer Neueste Nachrichten) – und unterlag. Kritiker vermissten ein klares Signal, das der Sport zum Thema Doping setzen müsse. Es reiche nicht, Nulltoleranz gegen Doping nur zu predigen, meinte die FAZ. 'Der Sport muss Risiken eingehen, wenn er vorankommen will. Den Mut, Eigendoping staatlich verfolgen zu lassen, hatte er nicht.' Klaus Huhn nimmt diese Heuchelei ins Visier. Das Thema, bislang meist nur im Gespräch, wenn es um die Denunziation der DDR und ihrer Sportler ging, lässt sich nicht mehr unterm Teppich halten oder nur einzelnen 'Sündern' wie Lance Armstrong ankreiden. Doping hat System und es wurzelt in einem System, das nur Sieger feiert und Athleten fördert, die den Ruhm des (kapitalistischen) Vaterlands mehren.

    Neues aus der Doping-Republik
  • 'Er ist das Volk', titelte der stern. War das feine Ironie? Vermutlich nicht: Die Medien meinen es ernst. Gauck sei 'einer für uns: unbequem, eigensinnig – und gerade deshalb der Richtige'. Nein, meinen jene, die ihn besser kennen. 'Gauck ist die falsche Person', sagt Hans-Jochen Tschiche, einst Pfarrer und Mitbegründer des Neuen Forum. Dieser sei nunmehr 'dort angekommen, wo er schon immer hin wollte – im konservativen Teil der westlichen Gesellschaft'. Ihm mögen 'noch so viele prunkende Gewänder umgehängt werden, der Mann ist weder Intellektueller noch Staatsmann, noch hat er die Verdienste um die deutsche Einheit, die ihm nachgesagt werden', schrieb Marian Krüger im neuen deutschland … Klaus Huhn hat den Kandidaten, der ganz undemokratisch bereits von allen, auch von sich selbst, als Präsident behandelt wird, noch einmal genau unter die Lupe genommen.

    Die Gauck-Behörde
  • Ein blasser Zeitgenosse wollte berühmt werden und bezichtigte sich des Mordes. Im Auftrag der 'Stasi' will er Menschen im Dutzend getötet habe _ im Westen. Die Dienste nehmen die Sache ernst, die Medien noch ernster. Der Mann bestätigt das, was man schon immer zu wissen glaubte. Doch die Ermittlungsbehörden müssen den Hochstapler schon bald wieder laufen lassen. Nichts dran an dem Quatsch. Der Name verschwindet von den Titelseiten und dann ganz aus den Zeitungen. Klaus Huhn geht dem Manne und der Sache nach.

    Der Auftragsmörder aus Rheinsberg
  • Wenn Menschen altern, lässt die Erinnerung nach. Das geht Politikern wie Popstars so. 1987 schenkte Udo L. dem „Oberindianer“ aus der DDR ein Instrument. „Gitarren statt Knarren“, sagte er, und Honecker stimmte zu. An diesen Appell scheint sich der Oberpazifist aus Hamburg heute kaum noch zu erinnern, denn im Chor der Kriegsgegner hört man ihn nicht mehr. Stattdessen bietet er nur noch gängige Klischees, wie Huhn in seiner Untersuchung dokumentiert.

    Udo L.: Endgültig hinterm Horizont
  • Seit 1990 erklären die West- den Ostdeutschen, wie sie in der DDR gelebt und gelitten haben. Inzwischen gesellen sich zu den deutschen Wichtigtuern sogar Akademiker aus Übersee, die es nun ganz genau wissen. Schließlich studieren sie Akten und andere schriftliche Zeugnisse. So Andrew I. Port, Professor aus Detroit. Seine dickleibige Studie erschien in deutscher Übersetzung für 29.90 Euro unter dem Titel „Die rätselhafte Stabilität der DDR“. Er löste das Rätsel zwar nicht, gelangte aber in Saalfeld zu verblüffenden Resultaten, die ahnen lassen, wie man heute die DDR in der Welt betrachtet. Klaus Huhn, der im untersuchten Saalfeld zur Schule ging, und Peter Frischbier (Jahrgang 1962), welcher ihm an der gleichen Einrichtung nachfolgte, wandelten auf den Spuren des Professors aus Übersee. Sie ergänzen ein wenig das merkwürdig verschobene Bild des Yankees.

    Was ein Yankee über Saalfeld, DDR weiß
  • Wittenberge war einmal eine Industriestadt. Das modernste Nähmaschinenwerk der Welt wurde 1991 geschlossen. Zuvor waren bereits das Zellstoffwerk und die Ölmühle abgewickelt worden. Tausende verloren ihre Arbeit. Jeder Dritte verließ seither seine Heimatstadt, die inzwischen weniger als 20.000 Einwohner zählt. Diese Entwicklung ist nachweislich Folge der 'Wiedervereinigung' vor zwanzig Jahren. Und nachdem sich der Westen wirtschaftlich gesund stieß, kamen auch seine Wissenschaftler auf ihre Kosten. 'Forscher' untersuchten die industrielle Brache, die man im Osten angerichtet hatte, wofür es stattliche Honorare gab. In Wittenberge in Brandenburg beispielsweise erhielt eine Gruppe von Soziologen und Ethnologen für ein Gutachten einen siebenstelligen Betrag vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Klaus Huhn untersuchte vor Ort, was dieses Papier wert ist.

    Millionen für heiße Luft
  • Mörder sind unter uns

    • 96 pages
    • 4 hours of reading

    Uckro liegt im Süden Brandenburgs. Auf dem dortigen Bahnhof wurden 1953 ein Volkspolizist erschossen, ein zweiter schwer verletzt. Zwei gesuchte Mörder aus der Tschechoslowakei schossen sich den Weg nach Westberlin frei. Wenig später fallen drei weitere Volkspolizisten den Kugeln zum Opfer. Im Kalten Krieg wurden Josef und Ctirad Masin in den USA dafür als Freiheitskämpfer dekoriert, die ARD drehte 2001 eine Dokumentation, die diese Lüge erneuerte. 1991 besuchten die Mörder Uckro und zeigten ihren Enkeln, wo sie einst „den Kommunisten“ widerstanden. Eine Anwältin erstattete Anzeige, weil Mord nicht verjährt. Die Staatsanwaltschaft in Cottbus wies das Ansinnen zurück. Auch die nächste Instanz des Rechtsstaats befand, „dass es an hinreichend sicheren Anhaltspunkten für Mordmerkmale fehle“. Klaus Huhn berichtet über die ungesühnten Morde und skizziert einen Justiz-Skandal.

    Mörder sind unter uns
  • Beitritt und Wegtritt

    • 94 pages
    • 4 hours of reading

    60 Jahre alt ist die BRD. Ein Drittel dieser Zeit expandierte sie. Die Einverleibung von 108.000 Quadratkilometern im Jahre 1990 wird heuer groß gefeiert. Man überschlägt sich geradezu. Manches aber, was sich in den letzten 20 Jahren zutrug, wird verschwiegen. Klaus Huhn will wenigstens einige Lücken schließen. Er möchte unter anderem seines Freundes Gerhard Riege gedenken, der in den Freitod getrieben wurde, was Biermann damals bejubelte. Er möchte, da eben ein Schandmal geweiht wurde, das die Bodenreform schmäht, daran erinnern, wie die Junker „heimkehrten“. Ob jemand in seiner Festrede Bischofferode auch nur erwähnt? Huhn demonstriert an wenigen Ereignissen, wo wir beigetreten und angekommen sind: in einer Zeit, die für uns eigentlich schon Vergangenheit war.

    Beitritt und Wegtritt
  • Einen 'perfekten Fehlschlag' nennen Historiker in den USA die CIA-Operation, im Frühjahr 1961 die Verhältnisse in Kuba gewaltsam zu verändern und Castro zu stürzen. Washington wollte nicht direkt intervenieren und rüstete einige Tausend Exilkubaner auf. Diese sollten auf der Insel landen, einen Brückenkopf bilden und 'die Welt' um Hilfe bitten. Das revolutionäre Kuba setzte sich militärisch jedoch zur Wehr und bereitete den Invasoren, mehr noch der Macht im Hintergrund, eine Niederlage. Binnen drei Tagen war der Spuk vorbei. Nunmehr fuhr die CIA eine andere Strategie: Sie wollte Fidel Castro ermorden. Klaus Huhn erinnert an die geschichtemachende Schlacht, die nach dem gleichen Szenario ablief wie fast alle von der CIA realisierten Umsturzversuche. Egal, ob die Staatschefs Fidel Castro, Allende, Saddam Hussein oder Gaddafi heißen.

    Waterloo in der Schweinebucht
  • Über Todesschüsse an der Westgrenze

    • 93 pages
    • 4 hours of reading

    Allein im Aachener Raum wurden zwischen 1946 und 1952 von westdeutschen Beamten 31 Menschen an der Grenze erschossen. Auf dieses vergessene Faktum stieß Klaus Huhn in einer in Aachen 2002 erschienenen Publikation. Das weckte seine Neugier. Denn wenn heute von Schüssen und Toten an der Grenze geredet wird, sind ausschließlich jene an der DDR-Grenze gemeint. Einmal mehr macht Klaus Huhn die Demagogie und doppelbödige Moral der hier herrschenden politischen Klasse sichtbar. Natürlich war (und ist) jeder einzelne Tote an der Grenze einer zuviel. Aber wenn man über die einen redet, darf man die anderen nicht verschweigen.

    Über Todesschüsse an der Westgrenze
  • Mord durch Tabletten

    • 96 pages
    • 4 hours of reading

    Seit einem halben Jahrhundert spricht man von einer „Katastrophe“. Erdbeben wie in Haiti oder ein Tsunami sind Katastrophen. Dort wirken Naturgewalten. Profitgier jedoch ist menschlicher Natur. So gesehen war es keine Katastrophe, als ein Pharma-Konzern in der BRD ein Medikament auf den Markt brachte, das ungenügt getestet war, und es noch verkaufte, als bereits verkrüppelte oder nicht lebensfähige Kinder zur Welt kamen, deren Mütter das als Wundermittel gepriesene Medikament Contergan eingenommen hatten. Klaus Huhn untersucht nicht nur den Skandal, ein Lehrbeispiel von skrupelloser Geldmacherei, sondern beantwortet auch die Frage, warum so etwas in der DDR unmöglich gewesen ist. Und er nennt den Namen jenes Mediziners, der dies verhindert hat: Prof. Dr. Friedrich Jung (1915-1997). Der heute diffamierte „Unrechtsstaat“ folgte ethischen Prinzipien, von denen andere noch immer träumen.

    Mord durch Tabletten
  • Don Quijote war tragisch und komisch zugleich. Man rief ihn den Ritter von der traurigen Gestalt und verspürte Mitleid, als er auf seiner Rosinante gegen Windmühlen ritt. In seiner Einfalt gleicht er jenen, die heute ihre Lanzen für die Dulcinea in der CDU-Zentrale gegen einen vermeintlichen Riesen richten. Deren Parforce-Ritt ist weder tragisch noch komisch: Er ist reichlich dämlich. 'Es gelang dem SED-Regime', so erklärte die CDU, 'über Jahrzehnte die schlechte wirtschaftliche, ökologische und finanzielle Entwicklung zu verschleiern. Die Menschen in Ost und West wurden kontinuierlich über den tatsächlichen Zustand der DDR belogen.' Nun, das ist ebenfalls gelogen wie es auch wahr ist, dass die aktuelle Propaganda gegen die DDR fernab des Lebens tobt. Klaus Huhn beweist es in seiner Untersuchung.

    Mit Lanzen gegen die DDR
  • Annelie Thorndike machte mit Dokumentarfilmen Schlagzeilen. Gemeinsam mit ihrem Mann Andrew enthüllte sie beispielsweise, daß der SS-General Reinefarth, der bei der Niederschlagung des Warschauer Aufstandes 1944 eine Viertelmillion Polen hinmetzeln ließ, in Westerland auf Sylt unbescholtener Bürgermeister war. Die 'Auseinandersetzung' in der BRD mit der Vergangenheit trug ihm anschließend ein Mandat im Landtag in Kiel und dann eine Karriere als Rechtsanwalt ein.

    Der Massenmörder blieb ohne Strafe
  • Berlins S-Bahn und die große Politik

    • 96 pages
    • 4 hours of reading

    Was die Rote Armee 1945 nicht vermochte, schaffte 2009 vier Bahnmanager: Sie brachten die Berliner S-Bahn zum Stehen. Um den Profit zu erhöhen, wurde an allem gespart. Auch bei den Durchsichten und Reparaturen. Die Folge: Mehr als die Hälfte aller Wagen mussten aus dem Verkehr gezogen werden und in die Werkstatt. Der Skandal, beweist der Autor, hat jedoch Tradition.

    Berlins S-Bahn und die große Politik
  • Aufarbeitung Doping West

    • 96 pages
    • 4 hours of reading

    Bevor ein Diskuswerfer 2009 in Berlin als Weltmeister gefeiert wurde, stand er am Pranger. Er hatte nicht hingenommen, dass man seinem Trainer unterstellte, er sei in der DDR an Doping beteiligt gewesen. Und nachdem er gesiegt hatte, verteilten vor den Stadiontoren „DDR-Opfer“ Flugblätter. Die Verleumdung der DDR kennt keine Pausen! Und das Thema „Doping“ scheint besonders tauglich, die DDR zu diskreditieren. Klaus Huhn, einst mit dem Journalistenpreis des IOC ausgezeichnet, hat aufgearbeitet, was bislang gern verschwiegen wurde: Mit welch unübertroffenen Methoden das Doping in der Bundesrepublik Deutschland betrieben, verschwiegen und maskiert wurde und wird. „Demokratisches Doping“, wie es 1990 offenherzig im Spiegel hieß.

    Aufarbeitung Doping West
  • Nobile, Schmidt und andere Tragödien

    • 92 pages
    • 4 hours of reading

    Im Dezember 2012, um den 2. Advent, führte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) in Stuttgart den 'Kampf gegen das schlechte Gewissen' (Potsdamer Neueste Nachrichten) – und unterlag. Kritiker vermissten ein klares Signal, das der Sport zum Thema Doping setzen müsse. Es reiche nicht, Nulltoleranz gegen Doping nur zu predigen, meinte die FAZ. 'Der Sport muss Risiken eingehen, wenn er vorankommen will. Den Mut, Eigendoping staatlich verfolgen zu lassen, hatte er nicht.' Klaus Huhn nimmt diese Heuchelei ins Visier. Das Thema, bislang meist nur im Gespräch, wenn es um die Denunziation der DDR und ihrer Sportler ging, lässt sich nicht mehr unterm Teppich halten oder nur einzelnen 'Sündern' wie Lance Armstrong ankreiden. Doping hat System und es wurzelt in einem System, das nur Sieger feiert und Athleten fördert, die den Ruhm des (kapitalistischen) Vaterlands mehren.

    Nobile, Schmidt und andere Tragödien
  • Der Kollaborateur aus dem Osten

    • 127 pages
    • 5 hours of reading

    Der Chefunterhändler der DDR, Günter Krause, fertigte 1990 mit den Einigungsverträgen den Totenschein des Landes aus, in dem er einst geboren wurde, studierte und promovierte. Der Professor und Parvenü aus Wismar wurde dafür mit dem Amt eines Bundesministers belohnt. Doch er ließ vom Zocken nicht, als er in der Bundesliga spielte. „Seit seinem Rücktritt 1993 hat sich Krause, der nach zahlreichen Affären über eine vom Arbeitsamt subventionierte Putzfrau stolperte, als Unternehmer versucht. Nicht sonderlich erfolgreich. Er hinterließ Schulden in Millionenhöhe und ist seit März 2009 rechtskräftig wegen Betrugs und Insolvenzverschleppung verurteilt“, hieß es im Spiegel.

    Der Kollaborateur aus dem Osten
  • Drei Buchstaben? Natürlich: DDR! Klaus Huhn nimmt sich die Versuche vor, die unternommen wurden, die zweite deutsche Republik post mortem zu beseitigen. Erst tat man so, als müsse man über diese vermeintliche Fußnote der Geschichte kein Wort verlieren. Doch nachdem sie untergegangen war, scheint sie - wie einst der Fliegende Holländer - in Berichten, Erinnerungen und anderen Zeugnissen präsenter zu sein, als sie es jemals zu Lebzeiten war. Dagegen macht die herrschende Klasse hierzulande mobil. Es war - weiß Gott und jeder, der hier im Osten lebte - nicht alles gut. Aber so dumm, gefährlich und rechtlos, wie man es uns seit 1990 glauben machen will, ging es wahrhaftig nicht zu in dieser DDR. Klaus Huhn hat sich einige schöne Beispiele bürgerlich-westdeutscher Propaganda vorgenommen.

    Fliegender Holländer mit drei Buchstaben
  • Wer erfand das Tennis ? Sport oder Show ? Warum braucht die BRD ein Idol wie Boris Becker ? Auf diese und andere fragen antwortet Klaus Ullrich ! Er verfolgt den Weg, den der Tennissport vom unterhaltsamen Spiel zum profitträchtigen Unternehmen gegangen ist. Als der englische major Wingfield am 23. Februar 1874 seine Erfindung mit der Bezeichnung Sphairistique - die Kunst des Ballschlagens - beim Londoner Patentamt anmeldete, dachte niemand daran, das der kleine weiße ball einmal Millionen anziehen würde: Millionen Zuschauer auf die Ränge der Centre Courts und an die Bildschirme, Millionen Dollars in die Kassen der Werbeagenturen und Manager. Anhand authentischer Materialien, enthüllender Geschichten und spannender Hintergrundinformationen läßt uns der Autor hinter die Kulissen des "noblen" Sports schauen und verdeutlicht so - ohne die wahren sportlichen Leistungen zu ignorieren - die Verflechtung von Sport, Gschäft und Politik im modernen Kapitalismus.

    Der weisse Dschungel
  • Jedesmal im Mai

    • 386 pages
    • 14 hours of reading

    Friedensfahrt, Sportgeschichte, Sportstatistik.

    Jedesmal im Mai
  • Die kleine Troika

    Lebenslinien und Entscheidungen eines Trios ; Horst Drinda, Werner Eberlein, Klaus Huhn

    • 200 pages
    • 7 hours of reading
    Die kleine Troika