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Ein springender Brunnen

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  • 413 pages
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So sieht also ein Meisterwerk aus! Martin Walser, der in den letzten Jahren viel Kritik einstecken musste, hat nun den Friedenspreis des deutschen Buchhandels erhalten. Doch auch das bringt neue Missverständnisse. Mit „Ein Springender Brunnen“ liefert er ein schwergewichtigeres Werk als all die Anfeindungen. Dieses quasi autobiografische Alterswerk des 71-Jährigen entfaltet Bilder von Zartheit und Erinnerungsgenauigkeit, die die eigene Kindheit im Leser wiedererwecken. Die Geschichte wird aus der Perspektive des kleinen Johann erzählt, beginnend mit seinem fünften Lebensjahr in Wasserburg am Bodensee im Jahr 1932. Johanns Eltern führen eine kleine Gastwirtschaft, am Rande des Ruins. Der Vater, ein Schöngeist und geschäftlicher Unglücksrabe, wird zur zentralen Figur in Johanns Leben und fördert seine poetische Ader mit fantastischen Vokabeln. Die Mutter hingegen ist eine bigotte, aber tüchtige Frau, die die Gastwirtschaft am Laufen hält. Walser führt auch skurriles Dorfpersonal ein und beschreibt Johanns erste Liebe zu einem Artistenmädchen aus einem Wanderzirkus einfühlsam. Die Ankunft der Braunhemden und die politische Entscheidung seiner Mutter werden unaufgeregt aus Johanns Sicht dargestellt. So begleiten wir Johann, der in den Krieg zieht, Gedichte verfasst und schließlich zu dem Martin Walser wird, den wir schätzen gelernt haben.

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Ein springender Brunnen, Martin Walser

Language
Released
1999
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(Hardcover)
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3.8
Very Good
69 Ratings

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Language
German
Released
1999
Format
Hardcover
Pages
413
ISBN10
376324865X
ISBN13
9783763248650
Series
First published
1998
Original title
Ein springender Brunnen
Rating
3.75 out of 5
Description
So sieht also ein Meisterwerk aus! Martin Walser, der in den letzten Jahren viel Kritik einstecken musste, hat nun den Friedenspreis des deutschen Buchhandels erhalten. Doch auch das bringt neue Missverständnisse. Mit „Ein Springender Brunnen“ liefert er ein schwergewichtigeres Werk als all die Anfeindungen. Dieses quasi autobiografische Alterswerk des 71-Jährigen entfaltet Bilder von Zartheit und Erinnerungsgenauigkeit, die die eigene Kindheit im Leser wiedererwecken. Die Geschichte wird aus der Perspektive des kleinen Johann erzählt, beginnend mit seinem fünften Lebensjahr in Wasserburg am Bodensee im Jahr 1932. Johanns Eltern führen eine kleine Gastwirtschaft, am Rande des Ruins. Der Vater, ein Schöngeist und geschäftlicher Unglücksrabe, wird zur zentralen Figur in Johanns Leben und fördert seine poetische Ader mit fantastischen Vokabeln. Die Mutter hingegen ist eine bigotte, aber tüchtige Frau, die die Gastwirtschaft am Laufen hält. Walser führt auch skurriles Dorfpersonal ein und beschreibt Johanns erste Liebe zu einem Artistenmädchen aus einem Wanderzirkus einfühlsam. Die Ankunft der Braunhemden und die politische Entscheidung seiner Mutter werden unaufgeregt aus Johanns Sicht dargestellt. So begleiten wir Johann, der in den Krieg zieht, Gedichte verfasst und schließlich zu dem Martin Walser wird, den wir schätzen gelernt haben.