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Studien über Hysterie

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Die ›Studien über Hysterie‹ (1895) gelten als Ursprung der Psychoanalyse. Obwohl die psychoanalytischen Behandlungsverfahren und die Theorie der Verdrängung zu diesem Zeitpunkt noch nicht entwickelt waren, sind die Anfänge dieser Konzepte in den Studien erkennbar. Durch die sogenannte »kathartische Methode« erlangten die Autoren bahnbrechende Einsichten in den Zusammenhang zwischen Lebensgeschichte und neurotischen Erkrankungen und erkannten das bedeutende Phänomen der Übertragung. Anhand bekannter Krankengeschichten wie Anna O. und Emmy v. N. kann der Leser die Forschungsmethoden der beiden Autoren nachvollziehen. In der Einleitung beschreibt der Hysterie-Forscher Stavros Mentzos, wie sich der Begriff der Hysterie im Laufe der letzten hundert Jahre auf ein spezifisches, ödipal zentriertes Krankheitsbild verengte und dadurch an Relevanz verlor. Mentzos plädiert dafür, »Hysterie« nicht als nosologisches Etikett, sondern als eine Form der Konfliktverarbeitung zu betrachten, die sich in theatralischen unbewussten Inszenierungen äußert. Aus dieser Perspektive zeigt sich die Auffassung von Hysterie in den ›Studien‹ von Breuer und Freud als bemerkenswert modern.

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Studien über Hysterie, Josef Breuer

Language
Released
1991
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(Paperback)
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4.0
Very Good
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Language
German
Released
1991
Format
Paperback
Pages
331
ISBN10
3596104467
ISBN13
9783596104468
Series
First published
1895
Original title
Die Studien über Hysterie
Rating
3.95 out of 5
Description
Die ›Studien über Hysterie‹ (1895) gelten als Ursprung der Psychoanalyse. Obwohl die psychoanalytischen Behandlungsverfahren und die Theorie der Verdrängung zu diesem Zeitpunkt noch nicht entwickelt waren, sind die Anfänge dieser Konzepte in den Studien erkennbar. Durch die sogenannte »kathartische Methode« erlangten die Autoren bahnbrechende Einsichten in den Zusammenhang zwischen Lebensgeschichte und neurotischen Erkrankungen und erkannten das bedeutende Phänomen der Übertragung. Anhand bekannter Krankengeschichten wie Anna O. und Emmy v. N. kann der Leser die Forschungsmethoden der beiden Autoren nachvollziehen. In der Einleitung beschreibt der Hysterie-Forscher Stavros Mentzos, wie sich der Begriff der Hysterie im Laufe der letzten hundert Jahre auf ein spezifisches, ödipal zentriertes Krankheitsbild verengte und dadurch an Relevanz verlor. Mentzos plädiert dafür, »Hysterie« nicht als nosologisches Etikett, sondern als eine Form der Konfliktverarbeitung zu betrachten, die sich in theatralischen unbewussten Inszenierungen äußert. Aus dieser Perspektive zeigt sich die Auffassung von Hysterie in den ›Studien‹ von Breuer und Freud als bemerkenswert modern.