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Germanenideologie

Einer völkischen Weltanschauung auf der Spur

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Die Vorstellung von "den Germanen" ist vielschichtig und wird durch verschiedene Medien, Schulunterricht und Museen geprägt. Diese Bilder, die fleißige Bauern, kriegerische Widerstandskämpfer und Vorfahren der Deutschen zeigen, sind jedoch relativ neu und nicht das Ergebnis von über zweitausend Jahren überliefertem Wissen. Erst im Humanismus entstand ein Interesse an den Germanen, angeregt durch Tacitus' Werk Germania, das die Fantasie über diese Menschen anregte. Im 19. Jahrhundert wurden die Germanen im Rahmen der deutschen Nationalbewegung zum Identifikationspunkt für das Deutsche und zur Grundlage für nationale Identität. Diese Germanenideologie wurde durch die Völkische Bewegung und die Nationalsozialisten radikalisiert und überstand die Zäsur von 1945 weitgehend unbeschadet. Renommierte Wissenschaftler – Archäologen, Frühhistoriker und Experten für Rechtsextremismus – untersuchen die Entstehung dieser Ideologie, die Akteure und den Einfluss der Archäologie. Sie hinterfragen auch, wie diese Ideologie weiterhin unsere Vorstellungen von den Germanen prägt und als Bezugspunkt für die extreme Rechte dient. Eine zentrale Frage bleibt: Gab es vor zweitausend Jahren Menschen, die sich selbst als "Germanen" bezeichneten?

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Germanenideologie, Martin Langebach

Language
Released
2020
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(Paperback)
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4.2
Very Good
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Title
Germanenideologie
Subtitle
Einer völkischen Weltanschauung auf der Spur
Language
German
Format
Paperback
Pages
210
ISBN10
3742505890
ISBN13
9783742505897
Series
Rating
4.2 out of 5
Description
Die Vorstellung von "den Germanen" ist vielschichtig und wird durch verschiedene Medien, Schulunterricht und Museen geprägt. Diese Bilder, die fleißige Bauern, kriegerische Widerstandskämpfer und Vorfahren der Deutschen zeigen, sind jedoch relativ neu und nicht das Ergebnis von über zweitausend Jahren überliefertem Wissen. Erst im Humanismus entstand ein Interesse an den Germanen, angeregt durch Tacitus' Werk Germania, das die Fantasie über diese Menschen anregte. Im 19. Jahrhundert wurden die Germanen im Rahmen der deutschen Nationalbewegung zum Identifikationspunkt für das Deutsche und zur Grundlage für nationale Identität. Diese Germanenideologie wurde durch die Völkische Bewegung und die Nationalsozialisten radikalisiert und überstand die Zäsur von 1945 weitgehend unbeschadet. Renommierte Wissenschaftler – Archäologen, Frühhistoriker und Experten für Rechtsextremismus – untersuchen die Entstehung dieser Ideologie, die Akteure und den Einfluss der Archäologie. Sie hinterfragen auch, wie diese Ideologie weiterhin unsere Vorstellungen von den Germanen prägt und als Bezugspunkt für die extreme Rechte dient. Eine zentrale Frage bleibt: Gab es vor zweitausend Jahren Menschen, die sich selbst als "Germanen" bezeichneten?