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Die geheime Gabe – Luan und Isabell - 1: Die geheime Gabe

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  • 286 pages
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Er ist kein Mensch, doch sie lehrt ihn Menschlichkeit. Ohne ihn würde sie an ihrer Vergangenheit zerbrechen. Die neunzehnjährige Isabell kann sehen, was sonst niemand sieht. Als Luan sie beschützen soll, reagiert sie ganz anders auf ihn, als erwartet. Sie weiß weder, dass er ihre einzige Chance ist, um zu überleben, noch wie real die Monster aus ihrer Albtraumnacht tatsächlich waren. Damals malte sie wie unter Zwang an die Wand ihres Kinderzimmers ein Symbol, das sie nicht kennen darf, und das für Luans Spezies von enormer Bedeutung ist. Er muss ihr Vertrauen gewinnen und ist gleichzeitig verpflichtet, ihr die Wahrheit zu verschweigen. Als sie angegriffen werden, muss Luan sich entscheiden, wem seine Loyalität gilt. Doch ist Isabell bereit, ihm zu vertrauen? er feststellte, dass die Kleine weiterhin schnurstracks nach Hause marschierte, ließ er sich erleichtert zurückfallen. Er verschwand in einer dunklen Nische, um gleich darauf in seiner sichtbaren Gestalt auf die nächtliche Straße zu treten. Mit den Fingerkuppen rieb er sich die Schläfen, hinter denen es schmerzhaft pochte. Jahrtausende der Anpassung halfen nichts, ohne Wirtsenergie hatte er heute bereits nach ein paar Stunden einen Schädel wie nach einer durchzechten Nacht. Einfach großartig. Wenige Minuten später blieb ihm nichts anderes übrig, als erneut unsichtbar zu werden, und er holte auf. Seine Bewegungen waren elegant, sicher, nahezu lautlos und er wusste, dass sie es selbst bei der waghalsigsten Klettertour gewesen wären – dies war schlichtweg das Ergebnis jahrelanger Ausbildung und jeder Menge Talent. Isabell stoppte neben der Pizzeria vor der geschnitzten Doppelflügeltür des alten Mietshauses und kramte im Schein der Straßenbeleuchtung nach dem Schlüssel. Wie eine Katze schlich er näher. Die Gäste der Pizzeria unterhielten sich geräuschvoll genug, sodass es überhaupt kein Problem war, sich hinter Isabell zu positionieren. Er hätte die Kleine mit dem ausgestreckten Arm berühren können. Isabell fuhr zu ihm herum, die Augen zu schmalen Schlitzen verengt. »Wag es, und du sprichst eine Oktave höher!« Verblüfft wich er zurück und hob beschwichtigend die Hände. »Du … kannst mich sehen?« Sogar bei schummriger Beleuchtung erkannte er, dass sie ihn anschaute wie einen Geistesgestörten. »Nein, ich tue nur so«, fauchte sie. »Wie schau ich aus?«, fragte Luan. »Wie ein verzweifelter Stalker – oder meinst du auf einer Skala von eins bis zehn?« Luan merkte, dass ihm höchst unprofessionell der Unterkiefer heruntersackte. Es war komplett unmöglich, dass ein Mensch ihn wahrnehmen konnte. Dass er nicht antwortete, schien sie noch mehr in Rage zu bringen. »Pass mal auf! Vorhin, da hab ich noch gehofft, dass du ein Zuhause hast! Als du mir nachgeschlichen bist, dachte ich, du suchst deinen Betreuer …« Sie stach mit dem Finger in seine Richtung. »Was also willst du von mir!« »Du hast –« Er unterbrach sich mitten im Satz. Wenn er jetzt nachhakte, ob sie ihn bereits in der Kneipe gesehen hatte, würde sie ihn einweisen lassen. Sie verschränkte abwartend die Arme vor der Brust. Abbruch, schoss ihm durch den Kopf. Komplettes Desaster. Er wusste, er würde diesen Fall abgeben müssen. Und genauso wusste er, dass er das unter keinen Umständen wollte, die Herausforderung reizte ihn viel zu sehr.

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Die geheime Gabe – Luan und Isabell - 1: Die geheime Gabe, Gaby Wohlrab

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2020
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