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Arno Schmidt-Trucksäss

    Geschichten aus Deutschland. Romane und Erzählungen
    "Und nun auf, zum Postauto!"
    Bottom's dream
    Nobodaddy's Children
    The Collected Stories of Arno Schmidt
    Arno Schmidt als Fotograf / Arno Schmidt, Photographer
    • Arno Schmidt als Fotograf / Arno Schmidt, Photographer

      Entwicklung eines Bildbewusstseins / Developing a Visual Awareness

      • 160 pages
      • 6 hours of reading

      Arno Schmidt (1914-1979) ist nicht nur einer der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts - er schuf nebenbei auch ein fotografisches Werk, das seit den Publikationen und Ausstellungen ab 2003 mehr und mehr das Interesse der an Kunst und Fotografie interessierten Öffentlichkeit findet. Seine Aufnahmen zeigen Orte, die er an Schauplätzen geplanter Erzählungen aufnahm; die meisten dokumentieren jedoch die norddeutsche Heidelandschaft um seinen Wohnort Bargfeld. In seinen Fotografien verwandelt er die Räumlichkeit der realen Landschaft in Farb- und Strukturflächen, die auf der Ebene des fotografischen Bildes Harmonie und Ausgewogenheit ausstrahlen. Mit seinem 'gestaltenden Blick' gelingt es ihm immer wieder, aus unscheinbarsten Alltagsdingen wie einer Schubkarre und einem Wasserschlauch eindrucksvolle Stillleben zu generieren. Die Publikation untersucht dieses künstlerische Nebenwerk aus unterschiedlichen Perspektiven. Ausstellungen: Günter Grass-Haus, Lübeck 8.7.-2.10.2011 École Normale Supérieure de Photographie (ENSP), Arles 9.11-11.12.2011 Literaturzentrum Vorpommern Koeppenhaus, Greifswald ab Februar 2012 Deutsch-Italienisches Kulturinstitut Venedig ab April/Mai 2012 Kurt Tucholsky Literaturmuseum Schloss Rheinsberg ab November 2012 Deichtorhallen Hamburg Kunsthalle Erfurt Und weitere Stationen

      Arno Schmidt als Fotograf / Arno Schmidt, Photographer
      3.4
    • The Collected Stories of Arno Schmidt

      • 328 pages
      • 12 hours of reading

      They are grouped under three headings: the first two, Tales from Island Street and Sturenburg Stories, are a perfect spot to test Schmidtian waters, to hear the voice of a master storyteller. Twenty-five short tales written for a wide audience, they all share an eerie whimsy. It is as if Schmidt's beloved German Romantics were here with new stories for the modern reader.And then there is Country Matters, longer, more experimental stories written for the adventurous reader. Joyce and Freud are constant inspirations, but Schmidt's unique brand of intellectual ribaldry, shot through with the pain of our common humanity, enlivens all ten stories.Of the thirty-five stories in this volume, only two have previously appeared in English translation. Ranging from Schmidt at his most inviting and whimsical to Schmidt at his most cerebral and complex, the stories are a perfect introduction to his work.

      The Collected Stories of Arno Schmidt
      4.0
    • Set against the backdrop of Germany's tumultuous history, this trilogy explores life from the Nazi era to a dystopian future. The first novel follows a government worker who finds solace in the stories of a Napoleonic deserter. The second portrays a writer navigating the chaos of postwar survival within a small community. The final installment features a solitary narrator grappling with existential dread in a nearly obliterated world, only to confront new fears upon discovering another survivor. Schmidt's writing is marked by keen observation and wit.

      Nobodaddy's Children
    • 35 Jahre lang hat John E. Woods Arno Schmidt übersetzt, fast das gesamte literarische Werk des deutschen Schriftstellers übertrug der Amerikaner in seine Muttersprache. Die erste Schmidt-Lektüre war für ihn eine »Explosion« – mit Schmidts »Evening Edged in Gold« (»Abend mit Goldrand«) hat der preisgekrönte Übersetzer seine Karriere einst begonnen, dessen wichtigstes und umfangreichstes Werk hob sich Woods bis zum Schluss auf: Jetzt liegt der Überroman »Zettel’s Traum« endlich auf Englisch vor. Schmidts Sprachspiele, eine Herausforderung für jeden Übersetzer, hat Woods immer kreativ in die flexible englische Sprache übertragen, und manchmal ist seine Lösung witziger als das Original. John E. Woods über Bottom’s Dream: »›I have had a dream past the wit of man to say what dream it was,‹ says Bottom. ›I have had a dream, and I wrote a Big Book about it,‹ Arno Schmidt might have said. Schmidt’s rare vision is a journey into many literary worlds. First and foremost it is about Edgar Allan Poe, or perhaps it is language itself that plays that lead role; and it is certainly about sex in its many Freudian disguises, but about love as well, whether fragile and unfulfilled or crude and wedded.«

      Bottom's dream
    • "Und nun auf, zum Postauto!"

      Briefe von Arno Schmidt

      • 295 pages
      • 11 hours of reading

      Dieser Band versammelt über 150 Briefe von Arno Schmidt, von denen die meisten bislang unpubliziert sind. Die Empfänger reichen von seiner Mutter und Schwester über Kriegs- und Schulkameraden bis hin zu Verlegern und anderen Autoren. Die Korrespondenz bietet prägnante Einblicke in seinen entbehrungsreichen und disziplinierten Alltag und dient der Selbstvergewisserung als Schriftsteller. Schmidt erzählt anschaulich und humorvoll vom Leben und Schreiben. Die Herausgeber haben aus diesem umfangreichen Brief- und Textmaterial eine ausgewogene und durchkomponierte Auswahl getroffen. Trotz des begrenzten Umfangs ist die Sammlung äußerst unterhaltsam und bietet eine kleine Biografie in Briefen. Sie stellt zudem ein Konzert verschiedener Stimmen dar, die Schmidt in diesem Medium nutzt. Dazu gehören die des knarzigen Solipsisten, der eher abweisend wirkt, sowie die des detailverliebten Autors, der hart mit seinen Geschäftspartnern verhandelt. Überraschend sind auch die Stimmen des Mentors, der Hans Wollschläger in die Welt des literarischen Übersetzens einführt, und des Sohnes, der seiner Mutter über den Zustand des Bargfelder Gartens berichtet.

      "Und nun auf, zum Postauto!"
      4.8
    • Die zweibändige Ausgabe "Geschichten aus Deutschland" versammelt die zentralen Romane und Erzählungen von Arno Schmidt, einem radikalen Avantgardisten. Sie thematisiert Krieg, Flucht und die Suche nach Heimat, sowie die Teilung Deutschlands und atomare Zerstörung, und bietet einen tiefen Einblick in Schmidts bedeutendes Werk.

      Geschichten aus Deutschland. Romane und Erzählungen
      5.0
    • Zettel's Traum

      • 1536 pages
      • 54 hours of reading

      Vor 40 Jahren erschien Arno Schmidts Meisterwerk Zettel's Traum, ein komplexer Roman über die Liebesgeschichte zwischen Daniel Pagenstecher und der sechzehnjährigen Franziska Jacobi sowie Edgar Allan Poes Einfluss. Diese neue Ausgabe präsentiert das Werk lesefreundlich, ohne seinen einzigartigen Charakter zu verlieren.

      Zettel's Traum
      4.5
    • Belphegor

      • 453 pages
      • 16 hours of reading

      Reprint der von Arno Schmidt autorisierten Erstausgabe von 1961

      Belphegor
      4.8
    • Ab 1958 hat sich Arno Schmidt in sein Bargfelder Haus zurückgezogen, um sich ganz auf seine Arbeit zu konzentrieren. In den folgenden, äußerst produktiven Jahren entstand neben den Hauptwerken eine Reihe von kleinen Arbeiten, die das eigene Schreiben und den Kosmos, um den es kreist und in dem es sich entfaltet, pointiert und polemisch beleuchtet.»Sie haben einfach keine Zeit, Kitsch oder auch nur Durchschnittliches zu lesen : Sie schaffen in Ihrem Leben nicht einmal sämtliche Bände der Hochliteratur !« (›Julianische Tage‹)

      Aus julianischen Tagen
      4.6
    • Das Buch, mit dem Arno Schmidt sich von ›Zettel’s Traum‹ erholte Finstermänner aus Londons Unterwelt, verlorene Söhne und verzeihende Väter, halbgelehrte Handwerker, stotternde Prediger, Wanderschauspieler und fahrendes Volk, zarte Kindsbräute und verliebte Ladys, die Frau in Eisengrau, Lady Frost und Pudel Toby: Edward Bulwer-Lytton, Zeitgenosse und Freund von Charles Dickens, entfaltet in diesem umfangreichen Roman das bunte Panorama der viktorianischen Gesellschaft. Der vermögende Lord Darrell und die von ihm geliebte Lady Montfort werden ebenso Opfer hinterhältiger Intrigen wie die arme Schauspielerin Sophie und ihr Anbeter Lionel Haughton: Jasper Losely heißt der gewissenlose Dieb und Erpresser, der dafür sorgt, dass sie alle immer wieder aneinander irre werden. Voller Ränke und Volten steckt Edward Bulwer-Lyttons Porträt der Londoner Gesellschaft um 1850. Hinter der rasanten Handlung steht für den zeitlebens politisch engagierten Autor die Frage, welche Handlungsmöglichkeiten den Menschen im gesellschaftlichen Gefüge des 19. Jahrhunderts überhaupt bleiben. Die Armen, die Reichen, die Findigen und die Demütigen – was werden sie aus ihrem Leben machen? Arno Schmidts Übersetzung verleiht den Figuren ihre je eigene Sprache – eine Meisterleistung, die beim ersten Erscheinen 1971 dem Roman zu Kultstatus verholfen hat.

      Was wird er damit machen. Nachrichten aus dem Leben eines Lords
      4.5
    • Siebzehn sind zuviel!. Funk = Essays III

      • 265 pages
      • 10 hours of reading

      Arno Schmidt wird stark von James Joyce beeinflusst, dessen Werk er in Funk-Essays analysiert. Er beleuchtet auch amerikanische und britische Autoren wie Cooper, Poe, Bulwer-Lytton und Dickens. Schmidt möchte Unbekanntes entdecken und bewahren, während er unterhaltsam über die Brontë-Schwestern und Dickens' „Bleak House“ informiert.

      Siebzehn sind zuviel!. Funk = Essays III
      5.0
    • Bargfelder Ausgabe. Briefe von und an Arno Schmidt

      Band 6: Der Briefwechsel mit Max Bense

      In diesem Buch wird die Beziehung zwischen Arno Schmidt und Max Bense beleuchtet, die 1952 beginnt. Schmidt sucht nach neuen Wegen in der Literatur und wird Teil von Benses Gruppe. Gemeinsam gründen sie die Literaturzeitschrift Augenblick. Der Band enthält den vollständigen Briefwechsel zwischen Schmidt und Bense sowie weitere Korrespondenzen.

      Bargfelder Ausgabe. Briefe von und an Arno Schmidt
      5.0
    • Nicht nur Homer kannte sich aus mit der Unterwelt. Auch Arno Schmidt, knapp 3000 Jahre später, hat seinen Lesern zu einem Blick ins Jenseitige verholfen. Sein Elysium liegt geradewegs unter Darmstadt, und wie bei Homer im Hades wollen auch die Seelen in Schmidts Erzählung, allesamt mehr oder weniger bekannte Dichter, nichts wie weg. Leider steht dieser Sehnsucht der im Diesseits so hartnäckig angestrebte Ruhm im Weg. Denn es gilt die Regel: »Jeder ist so lange zum Leben hier unten verdammt, wie sein Name noch akustisch oder optisch auf Erden oben erscheint.« Der Maler und Graphiker Eberhard Schlotter hat die so witzige wie bitterböse Satire auf den Dichtertraum von der Unsterblichkeit mit 25 Radierungen illustriert. Und Text wie Bild lassen keinen Zweifel: Nicht die Unsterblichkeit kann das Ziel sein, sondern das gnädige Vergessen: »endlich in Ruhe tot sein«!

      Tina oder über die Unsterblichkeit
      4.4
    • Briefwechsel mit Kollegen

      • 467 pages
      • 17 hours of reading

      Arno Schmidt bemerkte einmal, er sei ein "fauler" Briefschreiber: "meine näheren Bekannten – denn ich habe deren tatsächlich – wissen das, & harren in Geduld. (Und der schönste ‹Brief›, den ein Autor versenden kann, ist & bleibt ja doch wohl das ‹Neue Buch›. –)" Diese Selbsteinschätzung paßt zwar zu dem öffentlichen Vorurteil über den "Solipsist in der Heide", ist aber nur die halbe Wahrheit, wie der vierte Band der Arno-Schmidt-Briefausgabe beweist.Die komplett dargebotenen Korrespondenzen Schmidts mit Böll, Deschner, Döblin, Edschmid, Hesse, Jahnn, Kreuder, Rühmkorf, Stefl, Steinberg und Martin Walser (nebst einer Fülle von Einzelbriefen) zeigen Schmidt als einen Autor, der aus einer selbstgewählten Randposition sehr wohl die Mechanismen des Literaturbetriebs auf seine Weise zu bedienen wußte.Der ausführliche Kommentar des Kölner Literaturwissenschaftlers Gregor Strick macht den Band zu einem Kompendium bundesrepublikanischer Literaturgeschichte, das weit über den Kreis der Schmidt-Leser hinaus Beachtung finden wird.

      Briefwechsel mit Kollegen
      5.0
    • Alexander

      Oder, was ist Wahrheit

      • 136 pages
      • 5 hours of reading

      Dieser Erzählungsband vereint die Titelgeschichte ›Alexander‹ mit ›Gadir‹ und ›Enthymesis‹, die frühe ›Handübungen‹ Arno Schmidts im antiken Gewand darstellen. Um 1946/47 entstanden, markieren sie den Beginn seiner schriftstellerischen Arbeit nach dem Krieg, geprägt von leidenschaftlichem Pathos. Die Geschichten thematisieren Selbstmaskierungen und Grenzsituationen, stets mit einem starken persönlichen Rigor: Erkenne dich selbst! Was ist Wahrheit? Wie ich euch hasse! Das zentrale Thema der Haftüberwindung und der Streben nach Freiheit verkörpert sich im jungen Geometer Philostrat in ›Enthymesis‹, der vom listigen Erathostenes zur Erdmessung in südliche Breiten geschickt wird. Der Autor leiht ihm kühn sein eigenes Bild. Im Gegensatz dazu steht der eisgraue Geograph Pytheas von Massilia, der lebenslang im karthagischen Kerker verwittert, aber dennoch im Wahntraum des Endes den Ausbruch in die Freiheit vollzieht. Zwischen diesen beiden Erzählungen entfaltet sich der erheiternde Bilderbogen einer Babylonreise des Aristotelesschülers Lampon auf dem Euphrat, in den Tagen, als Alexanders Tyrannis endet. Die antiken Bildszenen sind von frühen Phantasieanregungen aus Schmidts Hamburger Schulzeit inspiriert, insbesondere aus Kumstellers Geschichtsbuch, das für ›Alexander‹ ausdrücklich belegt ist. Der verschollene Entwurf ›Sataspes‹ wurde bereits einem Gesprächspartner vorgelesen, und die biographischen Kontexte sind ebenso bedeutsam

      Alexander
      4.0
    • Kosmas oder Vom Berge des Nordens ist ein 1955 erschienener, in der Spätantike um 540 n. Chr. spielender Kurzroman von Arno Schmidt. Ein leitendes Motiv ist eine behauptete Unterdrückung der antiken Wissenschaft durch das siegreiche Christentum. Beispielhaft wird das Weltbild des Kosmas Indikopleustes veralbert. Nach Planungen seit 1950 begann Schmidt 1954 mit der Niederschrift. Formal war es Bestandteil seiner Versuchsreihe „Musivisches Dasein“ als Teil der Serie zur Antike. Eine erste Erwähnung des Kosmas findet sich schon im Jugendwerk des Autors, Der junge Herr Siebold. Das Thema wird noch einmal aufgegriffen in Atheist? : Allerdings!. Es ist vergleichbar mit dem vom gleichen Verfasser im Leviathan erwähnten Libanius. (Quelle: Wikipedia)

      Kosmas oder Vom Berge des Nordens
      4.4
    • Nobodaddy's Kinder

      • 280 pages
      • 10 hours of reading

      Die berühmte Trilogie Arno Schmidts mit einem Nachwort von Hans-Ulrich TreichelDen im Jahr 1953 publizierten Kurzroman Aus dem Leben eines Fauns verstand Arno Schmidt als Einleitung einer mit Brand's Haide fortgesetzten und mit Schwarze Spiegel (beide 1951) abgeschlossenen Trilogie, die er 1963 unter dem Titel Nobodaddy's Kinder im Verbund publizierte. Für die Zeit vom totalen Krieg bis zum (imaginierten) Atomkrieg entfaltet der Autor ein giftiges Panorama des Kleinbürgergehabes. Der fünfzigjährige Düring registriert im ersten Roman kühl-präzise mit beißenden Kommentaren Verhalten und Meinungen der Menschen während der nationalsozialistischen Herrschaft. Vor der kurzsichtigen Begeisterung seiner Kollegen bei Kriegsausbruch, vor der Dümmlichkeit seiner Vorgesetzten und vor seiner Frau, die den Sohn in den »Heldentod« treibt, zieht sich der »Faun« Düring in eine Blockhütte zurück – die ihn aber nicht vor dem Inferno bei einem Bombenangriff gegen Ende des Kriegs verschont. Brand's Haide setzt im Jahr 1946 ein mit dem Versuch eines Kriegsheimkehrers namens Schmidt, sich in einem Heidedorf anzusiedeln. Schwarze Spiegel schließlich beschwört die Zukunftsvision einer Welt, die 1955 von einem Atomkrieg vernichtet worden ist und den letzten überlebenden durch die Ruinen der untergegangenen Zivilisation streifen läßt.

      Nobodaddy's Kinder
      4.3
    • Traumflausn

      • 117 pages
      • 5 hours of reading

      Vom väterlichen „Radaugesicht“ in der frühen Erzählung „Gadir“ über Motetten singende Seehunde aus der „Gelehrtenrepublik“ bis zu Wielands silberner Taschenuhr im letzten Roman Abend mit Goldrand: Die in Arno Schmidts Werke eingestreuten Träume sorgen immer wieder für poetische, surreale und scharfe, erinnerungsträchtige Bilder. Mehrfach hat Schmidt darauf hingewiesen, daß diese Träume nicht von ihm erdichtet, sondern tatsächlich geträumt worden sind. In seinem Nachwort geht Bernd Rauschenbach dieser Behauptung nach und verfolgt (unter Berücksichtigung bislang unveröffentlichter Traumprotokolle Schmidts), wie sich Schmidts Verständnis des Traums gewandelt hat: von einem Mittel, „über die Fläche des Zeitenstromes dahinzuschweifen“, zum Freudschen Königsweg in die Tiefen der menschlichen Psyche.

      Traumflausn
      4.0
    • Sommermeteor

      • 127 pages
      • 5 hours of reading

      Arno Schmidt in der Stadt. Drei Jahre wohnte Arno Schmidt in der Inselstraße in Darmstadt - die Geschichten des Sommermeteor wirken wie ein Echo auf seine Erfahrungen mit dem Stadtleben. Es sind Stadtgeschichten besonderer Art: Der einsame und ungesellige Ich-Erzähler wahrt Distanz zum Dickicht der Stadt, schaut vorsichtig durchs Fenster nach draußen und trifft zuweilen erst bei Mondlicht auf seine Nachbarn. Seine immer wieder ironisch durchbrochene Innenwelt gibt den Spiegel ab für den Blick auf das Treiben in den Straßen, auf den Bahnhöfen und in Kaufhäusern. Kleinszenen voll hellsichtiger Beobachtungen und innerer Komik, die einen Schriftstelleralltag ausleuchten und ergänzt werden durch die kuriosen Geschichten um den Vermessungsrat Stürenburg.

      Sommermeteor
      4.0
    • In Weimar leben? – bleibt einem deutschen Schriftsteller etwas anderes übrig als dort wenigstens sich um ein ideelles Untermietsverhältnis zu bemühen? – Seit Wieland nach Weimar gerufen wurde, Goethe dazu kam, Herder von beiden geholt wurde (und dann kamen Schiller und viele andere), ist Weimar Deutschlands »literarische« Hauptstadt. Ideell ist Weimar das geblieben – dem Mustercharakter des Städtchens war nicht zu entkommen. Auch Arno Schmidt entkam dem nicht. Nur wählte er Wieland, nicht Goethe, zu »seinem Klassiker«. Gegen Goethe polemisierte er wie viele vor ihm – und bewunderte ihn nichtsdestoweniger. Herder nannte er, wie er vielleicht auch sich selbst genannt hätte: »Primzahlmensch« (nur durch eins und sich selber teilbar).

      "Na, Sie hätten mal in Weimar leben sollen!"
      4.0
    • "Wu hi?"

      • 251 pages
      • 9 hours of reading

      Die Herausgeber präsentieren Materialien zu einem Abschnitt der Biographie Arno Schmidts, der lange im Dunkeln lag. Görlitz, Lauban, Greiffenberg - das sind die Stationen von Oberrealschule, Lehre und Handelsschule sowie die Berufserfahrung als Graphischer Lagerbuchhalter bei den Greiff-Werken. Schmidt selbst und frühe Bekannte und Freunde, Kollegen und Weggefährten erinnern sich an die Jahre 1928 bis 1945. Die Reise nach London 1938 wird in einem Brief von Alice Schmidt minutiös geschildert, und zum ersten Mal gewähren Fotografien und Dokumente Eindrücke von Schmidts Kriegsdienst und Gefangenschaft. In Oberschlesien, einer Landschaft, die er nicht geliebt hat, in einem Beruf, der seinen Neigungen wenig entsprach, unter Menschen, zu denen er Distanz suchte, formen sich Geist und Physiognomie eines Einzelgängers. Nur zwei Menschen gegenüber öffnet sich der junge Arno Schmidt: dem Schulfreund Heinz Jerofsky und Alice Murawski, die er 1937 heiratet: 'Eine ganz ideale vertikale Liebe!'

      "Wu hi?"
      4.0
    • Über die Unsterblichkeit

      Erzählungen und Essays

      • 278 pages
      • 10 hours of reading

      »Würden die Menschen nicht besser werden, wenn sie nicht an die Unsterblichkeit glaubten?!« fragt Arno Schmidt in seinem Roman Das steinerne Herz. Er zielt mit dieser Frage auf ein Thema, das ihn ein Leben lang beschäftigte: Als unsterblich, also »als immerfort mitlebend«, galten ihm allein die Schriftsteller, deren Literatur dem liebend lesenden Auge mühelos Brücken in abgesunkene Zeiten schlägt. Doch Schmidt wäre nicht Schmidt, hätte er das Thema nicht auch ironisch gewendet. Die Last unsterblichen Ruhmes malt er in Tina oder über die Unsterblichkeit lustvoll aus: Die Berühmten müssen sich nach ihrem Tod in einem höllischen Elysium für eine Ewigkeit langweilen, bis man sie endlich vergessen hat. In Caliban über Setebos sucht ein profaner Orpheus in einem unterweltlichen Bauerndorf voller Hades-Schatten nach der verlorenen Geliebten. Jan Philipp Reemtsma hat für diesen Band aus dem umfangreichen Werk Arno Schmidts Texte ausgewählt, die erzählend oder essayistisch über den Nachruhm sinnieren und der Frage nach der Geschichtlichkeit allen Seins überraschende Pointen abgewinnen.

      Über die Unsterblichkeit
      3.0
    • Der Erzählungsband vereint die Geschichten ›Alexander‹, ›Gadir‹ und ›Enthymesis‹, die Arno Schmidts frühe schriftstellerische Arbeit nach dem Krieg reflektieren. Sie thematisieren Selbstfindung, Wahrheit und Freiheit und zeigen den jungen Geometer Philostrat sowie den gealterten Geographen Pytheas in Grenzsituationen. Die antiken Motive sind von Schmidts Schulzeit inspiriert.

      Alexander oder Was ist Wahrheit. Drei Erzählungen
      4.1
    • Das steinerne Herz

      Ein historischer Roman aus dem Jahre 1954 nach Christi

      • 210 pages
      • 8 hours of reading

      In diesem »Historischen Roman« erzählt Walter Eggers, ein besessener Sammler, von seiner Jagd nach alten Staatshandbüchern aus dem Königreich Hannover. Sie führt ihn zunächst zur erotisch bedürftigen Nachfahrin eines Historikers im niedersächsischen Ahlden, dem Ort, in dem die Prinzessin Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg einst jahrzehntelang wegen ihres Ehebruchs arrestiert war. Später reist Eggers bis nach Ost-Berlin, um dort in der Staatsbibliothek ein Buch zu stehlen, und berichtet vorurteilslos über den neuen Staat DDR. Der erste bundesrepublikanische Roman, der in beiden deutschen Staaten spielt, konnte 1956 nur kastriert erscheinen: Zu gewagt erschienen dem Verleger die politischen Kommentare zur Adenauer-Restauration und die Erotica.

      Das steinerne Herz
      3.0
    • Windmühlen : Erzählungen.

      • 78 pages
      • 3 hours of reading

      Wer bisher einen Bogen um das respekteinflößende OEuvre Arno Schmidts gemacht hat, der findet hier seine Einstiegsdroge. Dem Kenner hingegen ist das kluge, biographische Information und poetologische Analyse ineinanderblendende Nachwort des Herausgebers zu empfehlen. Rhein-Neckar-Zeitung

      Windmühlen : Erzählungen.
      3.5
    • Walter Eggers, ein leidenschaftlicher Büchersammler und Kenner der hannoverschen Landesgeschichte, mietet sich in Ahlden bei der Familie Thumann ein, in der Hoffnung, seltene statistische Handbücher zu finden. Sein Vorhaben führt nicht nur zu einem Verhältnis mit Frieda Thumann, sondern auch zu dem Erfolg, die gesuchten Bücher zu entdecken. Gemeinsam mit Karl Thumann reist er nach Berlin, wo er bei Karls Freundin Line Hübner im Ostteil der Stadt wohnt. Diese Zeit ermöglicht es ihm, die Auswirkungen der deutschen Teilung zu beobachten. Nach seiner Rückkehr plant er, das Haus zu verlassen, doch der unerwartete Fund eines Goldmünzenschatzes eröffnet ihm neue Möglichkeiten für eine Zeit des gelehrten Müßiggangs, was ihn dazu bringt, vorerst zu bleiben. Georg Klein beschreibt in seinen Überlegungen, dass die Ostzone eines Tages gleichwertig neben der fantastischen Interzone von W. S. Burroughs stehen wird. In dieser Dämmerzone, in der Namen ihre feste Zuschreibung verlieren und neue Assoziationen hervorrufen, wird die Ostzone aufblühen. Klein weckt damit die Neugier, die Lektüre des historischen Romans von Arno Schmidt, der vor 46 Jahren veröffentlicht wurde, sofort zu beginnen.

      Das steinerne Herz
      4.2
    • Seelandschaft mit Pocahontas

      • 96 pages
      • 4 hours of reading

      Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M., 2003. 81 S., Pappband mit Schutzumschlag - sehr gutes Exemplar -

      Seelandschaft mit Pocahontas
      4.1
    • Set in northern Germany during the 1950s, Karl Richter entertains his girlfriend with the story of two colonies on the moon - one American and the other Soviet - where the last survivors of World War III have fled.

      Arno Schmidt - 1 / 3.1: Kaff auch Mare Crisium
      3.7
    • SEELANDSCHAFT MIT POCAHONTAS provozierte bei der Erstveröffentlichung 1955 in der von Alfred Andersch herausgegebenen Zeitschrift »Texte und Zeichen« eine Strafanzeige wegen Pornographie. Das sagt mehr über deutsche Zustände der fünfziger Jahre als über die Erzählung. Die Geschichte einer spontanen und flüchtigen Sommerliebe in der niedersächsischen Seelandschaft am Dümmer ist die vielleicht zärtlichste Prosa Arno Schmidts. DIE UMSIEDLER geraten in den Wirren der unmittelbaren Nachkriegszeit aus Niedersachsen ins pfälzische Alzey. Diese Liebesgeschichte, zwischen Koffern und Kisten mit letzten Habseligkeiten, fuhrt zwei Menschen zusammen, die Krieg und Vertreibung gezeichnet haben. - Beide Erzählungen schildern die Suche nach einem neuen Lebensanfang in Menschenwürde. (Amazon)

      Seelandschaft mit Pocahontas. Die Umsiedler
      4.1
    • 1970 erschien Arno Schmidts lang erwartetes Hauptwerk Zettel’s Traum. Leser staunten – das Buch hatte über 1300 Seiten im DIN-A3-Format, wog 10 Kilo und war eine Reproduktion von Schmidts Schreibmaschinen-Skript mit handschriftlichen Korrekturen und Einfügungen. Eine unorthodoxe Zeichensetzung und die Abkehr von allen Rechtschreibregeln verstärkten den Eindruck, dass Zettel’s Traum ein unlesbares Buch sei. Trotzdem (oder gerade deswegen) wurde es bald ein Kultbuch und verkaufte sich in fünfzig Jahren etwa 25.000 Mal. Wie viele dieser Exemplare tatsächlich gelesen worden sind, weiß freilich niemand.

      Arno Schmidts Zettel's Traum. Ein Lesebuch
      3.9
    • Arno Schmidts Wundertüte

      Eine Sammlung fiktiver Briefe aus den Jahren 1948/49

      »Und versuchen Sie bitte nicht, meine Bekanntschaft zu machen; ich würde Sie äußerlich und auch im Auftreten enttäuschen; das Beste, was ich bin und habe, gebe ich Ihnen ohnedies ... in meinen Büchern.« Mit dieser Mahnung an den Leser beginnt Arno Schmidt seine Sammlung fiktiver Briefe, unter denen der furioseste sich an den unglücklichen Verfasser einer mißratenenen übersetzung von Poes Der Untergang des Hauses Usher richtet, der zarteste und dankbarste Johann Gottfried Schnabel, dem Autor der Insel Felsenburg , zugedacht ist und von der Erzählung Die Fremden gekrönt wird – und der knappste geht Klopstock zu, mit den lakonisch vernichtenden Worten: »Sehr geehrter Herr! Anbei den Messias zurück. Ihr Arno Schmidt.« Entstanden in den Jahren 1948 und 1949, erschien Arno Schmidts »zweites Buch« nach dem Leviathan erst 40 Jahre später, als Erstveröffentlichung aus dem Nachlaß. Zum 90. Geburtstag des Autors am 18. Januar 2004 liegt im suhrkamp taschenbuch mit Arno Schmidts Wundertüte ein eigenwilliges, kurioses, überaus witziges Buch für Liebhaber seines Werks, aber auch für Einsteiger vor.

      Arno Schmidts Wundertüte
      3.8
    • Das große Lesebuch

      • 448 pages
      • 16 hours of reading

      In der Auseinandersetzung mit der europäischen und amerikanischen Avantgarde hat Arno Schmidt eigene, äußerst originelle und vielfältige Formen des Erzählens entwickelt. Seit dem Erscheinen seiner Erzählung ›Leviathan‹ (1949) zählt er zu den bedeutendsten Schriftstellern der deutschen Nachkriegsliteratur. ›Das große Lesebuch‹ versammelt eine Reihe von kürzeren Texten Arno Schmidts, die das Werk in seiner gesamten Vielfalt darstellt und den Erzähler ebenso präsentiert wie den Essayisten, den Sprachvirtuosen ebenso wie den scharfen Analytiker. Die Mischung von bekannten und unbekannten Texten lädt dazu ein, dieses gewaltige Werk neu zu entdecken. Bernd Rauschenbach, leitender Vorstand der Arno-Schmidt-Stiftung, hat die Texte für das Lesebuch zusammengestellt und mit einem biographischen Nachwort ergänzt.

      Das große Lesebuch
      3.7
    • Vier mal vier

      • 156 pages
      • 6 hours of reading

      Fotografiert hat Arno Schmidt immer: Als junger Mann, in den 30er und 40er Jahren, private Schnappschüsse; als junger Autor dann, in den 50er Jahren, vornehmlich optische Notizen, Gedächtnisstützen in Schwarzweiß für die Schauplätze seiner Romane. Doch ab 1964 bekommen seine Fotos eine neue Qualität. Mit dem Einsatz einer zweiäugigen Spiegelreflexkamera und farbiger Diafilme im seltenen Format von vier mal vier Zentimetern löst sich Schmidts Fotografieren von der Funktion eines Schreib-Hilfsmittels und wird selbst zum Medium seiner Kunst. In den gut zweieinhalbtausend Farbdias, die Schmidt bis zu seinem Tod 1979 in Bargfeld und Umgebung gemacht hat, zeigt sich das durch jahrzehntelange Weltbeobachtung geschulte Auge und der durch Weltbeschreibung trainierte Sinn für Strukuren, Nuancen und Details. Die Auswahl der Farbdias für diesen Band traf einer der führenden Experten für Fotografie, der Archivar und Ausstellungsmacher Janos Frecot, Gründer und langjähriger Leiter der „Photographischen Sammlung“ der Berlinischen Galerie.

      Vier mal vier
      3.0
    • Sitara und der Weg dorthin

      • 264 pages
      • 10 hours of reading

      Ernst Jandl sprach von einem »Spaß im Walfischformat«, als er 1963 den eben erschienenen Band Sitara und der Weg dorthin, »eine Studie über Wesen, Werk & Wirkung Karl May's« in die Hände bekam. Unter dem Eindruck der Lektüre der Schriften Sigmund Freuds glaubte Schmidt einen neuen Schlüssel für das Werk Karl Mays gefunden zu haben. Zunächst an der Frage interessiert, ob und wie das Unbewußte des Dichters die Kulisse seiner Romane erzeuge, diagnostiziert Schmidt eine »Erosverdrängung nicht alltäglichen Ausmaßes«. Immer ritten Held und Begleiter durch Gras und Gestrüpp, hinein in Täler, Felsspalten und Höhlungen. »Für MAY scheint nicht, wie bei so vielen andern Künstlern & Menschenmännchen der Fall, die weibliche Brust die dominierende erotische Anregung und Initialzündung ergeben zu haben (...) sondern das Gesäß.« Die sprachlichen Mittel ebenso wie die landschaftliche Kulisse und die einander in die Arme schnellenden Winnetou und Old Shatterhand trügen, so Schmidt, eindeutig homoerotische Züge.

      Sitara und der Weg dorthin
      3.5
    • Leviathan oder Die beste der Welten ist eine Erzählung des Schriftstellers Arno Schmidt. 1946 entstanden, erschien sie erstmals 1949 im Sammelband Leviathan, gemeinsam mit den Erzählungen Enthymesis oder W.I.E.H. und Gadir. Das Buch war die erste literarische Veröffentlichung Schmidts.

      Leviathan und Schwarze Spiegel
      4.1
    • Die Umsiedler

      • 60 pages
      • 3 hours of reading

      Zwischen 1944 und 1950 waren mehr als 12 Millionen Deutsche infolge von Krieg und Vertreibung auf der Flucht. Sie suchten in dem verwüsteten Land eine neue Heimat. Kein Schriftsteller hat das Elend der erzwungenen Auswanderung mit solcher Eindringlichkeit geschildert wie Arno Schmidt in seinem 1953 erschienenen Kurzroman "Die Umsiedler".§Eine verregnete Dezembernacht des Jahres 1950: Ein Mann verlädt sein spärliches Hab und Gut auf einen Güterzug. Wie viele andere erhofft er sich mit der Übersiedelung aus dem Niedersächsischen nach Rheinhessen einen neuen Anfang. Kurz vor Abfahrt am frühen Morgen lernt der Umsiedler eine resolute junge Frau kennen, die im Krieg ihren Mann verloren und selbst einen Fuß eingebüßt hat. Auf der mehrtägigen Bahnfahrt nach Süden kommen sich der bücherversessene Erzähler und seine neue Bekannte näher.§Der Roman zeigt in einer raschen Bilderfolge die Enge und den Mangel nicht nur des jungen Paares. Momentaufnahmen von der Ankunft in dem kleinen D orf, von der Schwierigkeit, sich in einer schäbigen Kammer einzurichten, von Briketts und Brühwürfeln, vom Argwohn der Einheimischen und von zarter Hoffnung auf ein gemeinsames Leben zucken vorüber und prägen sich dem Leser ein. "So leben wir zunächst zusammen; wie es weiter wird, weiß ich noch nicht."

      Die Umsiedler
      3.8
    • 1946: Ein Kriegsheimkehrer, aus britischer Gefangenschaft entlassen, kommt in der Lüneburger Heide in einer Baracke unter. In eine der beiden Frauen, mit denen er sich seine Unterkunft teilt, verliebt er sich. Doch sie zieht es vor, einen reichen Mexikaner zu heiraten. Er bleibt zurück, allein mit der Erinnerung an ihr Gesicht. Das ist der ganze Inhalt dieser autobiographischen Erzählung Arno Schmidts, mit der er seiner Schwester für ihre Care-Pakete dankt, seine Lei-denschaft für Fouque begründet und den Anfang seiner Schriftstellerexistenz ohne Bett, Tisch und Stuhl dokumentiert.

      Brand's Haide
      4.0
    • Vielen gilt Arno Schmidts 1960 veröffentlichter Roman Kaff auch Mare Crisium als Höhepunkt nicht nur seines Werkes. Für Helmut Heißenbüttel gehört der Roman in der deutschen Literatur »in den obersten Rang«. Alfred Andersch urteilt: »Ein großartiges, wildes, trauriges Buch«.Erzählt wird die Geschichte von Karl Richter, der im Oktober 1959 für zwei Tage zusammen mit seiner Freundin Hertha Theunert seine verwitwete Tante Heete in einem ›Kaff‹ in der Lüneburger Heide besucht. Als die offenherzige Landfrau, von Karl in seiner Jugend verehrt, den beiden anbietet, zu ihr zu ziehen und von ihrem Erbe zu leben, ist der Konflikt da.Um die prüde und sexuell traumatisierte Hertha für sich zu gewinnen, erfindet Karl auf gemeinsamen Spaziergängen eine Geschichte, die in ferner Zukunft auf dem Mond spielt, ihre Motive jedoch aus dem Geschehen um ihn und Hertha bezieht: Nach einer atomaren Katastrophe auf der Erde verlängern eine amerikanische und eine russische Mondkolonie den kalten Krieg.Arno Schmidt gelingt ein Roman voll abgründigem Sprachwitz, der sich den Details der ländlichen Umgebung ebenso scharfäugig zuwendet wie dem von den Zeitläuften verschuldeten Elend einer mißglückenden Liebe.

      Kaff auch Mare Crisium
      3.9
    • »Es gibt keine Seligkeit ohne Bücher«

      • 160 pages
      • 6 hours of reading

      Ein Leben ohne Bücher? Für Arno Schmidt unvorstellbar! Sein Vater, ein unpoetischer Wachtmeister, hatte dem Dreijährigen immerhin Karl May und Jules Vernes vorgelesen. Rasch lernte er selbst lesen und konnte sich frei im Fantasiereich der Literatur bewegen. Als junger Mann begann Arno Schmidt in Antiquariaten nach raren Büchern zu stöbern, und seine ersten literarischen Versuche schrieb er in buchähnliche Kladden. Dieser Band versammelt Texte Arno Schmidts zum Thema »der Schriftsteller und das Buch«; er führt die Leser in das »Gewölk von Braun und Gold« alter Bibliotheken, die Schmidt so liebte.

      »Es gibt keine Seligkeit ohne Bücher«
      3.3
    • Vor 40 Jahren erschien Arno Schmidts Meisterwerk Zettel's Traum, ein komplexer Roman über die Liebesgeschichte zwischen Daniel Pagenstecher und der sechzehnjährigen Franziska Jacobi sowie Edgar Allan Poes Einfluss. Diese neue Ausgabe präsentiert das Werk lesefreundlich, ohne seinen einzigartigen Charakter zu verlieren.

      Bargfelder Ausgabe. Werkgruppe IV: Das Spätwerk
      2.7
    • Die letzten beiden Überlebenden eines Atomkrieges treffen auf der verwaisten Erde aufeinander – eine Paradies-Dystopie am Abgrund. Nach der großen Katastrophe des Dritten Weltkriegs vagabundiert ein Mann durch die menschenleere Gegend, verloren und frei. Alle Regeln sind außer Kraft gesetzt, alle Verbote aufgehoben, er kann tun, was er will. Schließlich entscheidet er sich, in der Lüneburger Heide ein Haus zu bauen und sesshaft zu werden. Nach sieben Jahren in der totalen Einsamkeit begegnet dieser moderne Robinson seinem weiblichen Freitag – sie knallt ihm allerdings gleich ein paar Gewehrkugeln um die Ohren. Zögernd, spielerisch und lustvoll nähern sich die beiden an. Eine Liebesgeschichte mit überraschendem Ausgang.

      Schwarze Spiegel
      3.9
    • Deutsches Elend

      13 Erklärungen zur Lage der Nationen

      • 119 pages
      • 5 hours of reading
      Deutsches Elend
      3.2
    • Die Gelehrtenrepublik

      • 198 pages
      • 7 hours of reading

      Schmidts anspielungsreiche utopische Satire tarnt sich als Reisebericht eines amerikanischen Reporters aus dem sogenannten »Hominidenstreifen« im Westen der USA, wo es unbekannte Mutanten zu entdecken gibt, die nach einem Atomkrieg entstanden sind. Der Journalist Charles Henry Winer bereist außerdem die Gelehrtenrepublik, eine schwimmende Insel, eigentlich ein Asyl für Künstler und Wissenschaftler, tatsächlich aber ein Schauplatz des Kalten Krieges voller grausiger Überraschungen.

      Die Gelehrtenrepublik
      3.8
    • An intriguing detective story from the 19th-century master of the macabre, a writer whose own bizarre life mirrored his work, and whose love of the pathological influenced a generation of detective writers.

      The Murders in the Rue Morgue
      3.9
    • Arno Schmidt für Boshafte

      • 100 pages
      • 4 hours of reading

      Für Liebhaber des boshaften Humors: Arno Schmidt. »Das Verläßlichste sind Naturschönheiten. Dann Bücher; dann Braten mit Sauerkraut. Alles andre wechselt und gaukelt.«

      Arno Schmidt für Boshafte
      3.0
    • Fouqué und einige seiner Zeitgenossen

      • 725 pages
      • 26 hours of reading

      »‹Die Nacht wird kalt›, sagte der alte Rudolf, ‹Von dem Wetterfähnlein kreischt es herunter; die Eichen fangen zu rauschen an - : lege mehr Holz an den Heerd, Alwin›«. Jene Sätze aus Friedrich de la Motte Fouqués (1777-1843) Roman Alwin (1808) müssen schon auf den Schüler Arno Schmidt eine hypnotische Wirkung ausgeübt haben, zitiert er sie doch immer wieder in seinem Werk und bekennt einmal: »Da war ich hin!« Von dem Tag an, da er den rotleinenen Band in der Schulbibliothek fand, stöberte er in allen Antiquariaten nach den verschollenen Büchern des Romantikers. Aus Bibliotheken, Pfarrhäusern und Familienarchiven trug er seit Ende der dreißiger Jahre alles nur erdenkliche Material über Fouqué zusammen, selbst wenn er gemeinsam mit seiner Frau auf dem Tandem oder mit verbilligten Flüchtlingsfahrkarten per Bahn einer vergilbten Urkunde wegen herumreisen mußte. Was Schmidt seinen literarischen Helden als Werkstück immer wieder auf die Schreibtische legte: die Arbeit an einer monumentalen Lebensgeschichte des dichtenden Barons, verfertigte er am Ende selbst. 1958 erschien auf 590 eng bedruckten Seiten die Biographie Fouqué und einige seiner Zeitgenossen.

      Fouqué und einige seiner Zeitgenossen
      2.9
    • Orpheus

      5 Erzählungen

      • 152 pages
      • 6 hours of reading
      Orpheus
    • Lilienthal 1801 oder Die Astronomen

      Fragmente eines nicht geschriebenen Romans. Mit e. astronom. Schrift über d. Sternwarte Lilienthal v. Hermann A. Schumacher. Hrsg. v. Bernd Rauschenbach

      • 171 pages
      • 6 hours of reading

      Die Geschichte dreht sich um Arno Schmidts unvollendeten Roman über die Lilienthaler Sternwarte und den Amtmann Johann Hieronymus Schroeter. Schmidt sammelte über 400 Notizzettel zu diesem Projekt, das als eine Art Vorstufe zu seinem Werk "Zettel's Traum" gedacht war. Obwohl der Roman nie veröffentlicht wurde, vereint dieses aufwendig gestaltete Faksimile die erhaltenen Materialien mit Fotografien des Handlungsortes sowie thematisch passenden Tagebuchauszügen und Briefen von Arno und Alice Schmidt, was einen faszinierenden Einblick in Schmidts kreativen Prozess bietet.

      Lilienthal 1801 oder Die Astronomen
    • Arno Schmidts Debüt erregte 1949 Aufsehen: Mit großer Sprachmacht präsentiert sich ein unbekannter Autor, der sich nicht scheut, über den Krieg zu schreiben. In der Titelerzählung Leviathan treiben die letzten Kriegstage eine Schar Verlorener in einem Güterwaggon zusammen. Die einen glauben noch an einen rettenden Gott, die anderen an die Fügung des Schicksals. Die Flucht vor der Front endet aussichtslos auf einer zerstörten Brücke. Die verzweifelten Versuche, aus der bösartigen Welt der Menschen zu entkommen, prägen auch die beiden anderen Stücke des Bandes, Gadir und Enthymesis. Der eine träumt sich aus dem Gefängnis, der andere imaginiert die Welt als eine grenzenlose Fläche - doch welcher Weg, wenn nicht der über Selbsterkenntnis, führt tatsächlich in die Freiheit?

      Leviathan oder Die Beste der Welten. Gadir oder Erkenne dich selbst. Enthymesis oder W.I.E.H..
    • Die Umsiedler. Alexander

      Zwei Prosastudien

      • 94 pages
      • 4 hours of reading

      Die Umsiedler geraten in den Wirren der unmittelbaren Nachkriegszeit aus Niedersachsen ins rheinhessische Alzey. Auf der beschwerlichen Bahnfahrt nach Süden kommen sich der bücherversessene Erzähler und eine junge Witwe näher. Diese zarte Liebesgeschichte, zwischen Koffern und Kisten mit letzten Habseligkeiten, führt zwei Menschen zusammen, die von Krieg und Vertreibung gezeichnet wurden und die dennoch versuchen, sich gemeinsam ein neues Leben aufzubauen, auch wenn es ihnen die Einheimischen nicht leicht machen. Alexander oder Was ist Wahrheit? erzählt in kaum verhüllender antiker Camouflage von der ideologischen Verblendung, die zu blinder Gefolgschaft führt und von der Korrumpierbarkeit durch politische Macht.

      Die Umsiedler. Alexander
    • Arno Schmidt in Hamburg

      • 167 pages
      • 6 hours of reading

      »Eindrucksvolle Collage aus Text- und Fotodokumenten, Briefen und Tagebüchern beleuchte die Kindheit und Jugend von Arno Schmidt in Hamburg-Hamm, sowie spätere Erinnerungen an die Stadt.«

      Arno Schmidt in Hamburg
    • Der Band beinhaltet die ersten im Heidedorf Bargfeld entstandenen Erzählungen Arno Schmidts, die ein völlig verändertes Lebensgefühl vermitteln. An die Stelle von Flüchtlingsunterschlupf oder wohlberechnetem Einnisten bei Zufallsbekannten tritt das kleine Eigenhaus auf dem Land, umzäunt, Seßhaftigkeit sichernd. Die fünf Erzählungen bilden eine Bargfelder Komödie mit wechselnden Auftritten: Das Holzsägen mit der geliehenen Kreissäge; der Freibadbesuch mit der Story vom abseitigen Waldbad; die Familientour zum vieldeutigen roten Mast; das Modellieren von Pferdeschweifen für zerstörte Reiterstandbilder; das hinreißende Selbstinterview des Einsiedlers Schmidt.

      Schwänze
    • Pavane - Gedichte, Reflexionen enthält eine Sammlung lyrischer Gedichte, mit denen der Autor sich reflektierend mit allgemeinen Fragen des Lebens auseinandersetzt: Landschaften, Jahreszeiten, Begegnungen und ihre Auswirkung auf das lyrische Ich des Autors.

      Pavane - Gedichte, Reflexionen
    • "Darmstadt in der Barbarei"

      • 223 pages
      • 8 hours of reading

      Im Jahr 1949 tritt der nicht mehr so ganz junge Arno Schmidt mit dem Paukenschlag des „Leviathan“ in die Literatur. 30 Jahre später und nach einem in Umfang, Gehalt und Gestalt wahrhaft großen Werk stirbt er in seiner Wunschlandschaft, der Lüneburger Heide. Vor juristischer Verfolgung wegen Gotteslästerung und Pornographie war Schmidt im September 1955 aus dem konservativen Amtsgerichtsbezirk Trier ins liberalere Darmstadt geflohen – das hiesige Gericht schlug die Klage nieder und rettete ihn. So wurde ihm nicht nur ökonomisch die Stadt, sondern auch, wie selbst die kleinen hier ausgehobenen Proben seiner Erzählkunst zeigen, in der Genese seines Werks zu einem entscheidenden Dreh- und Angelpunkt.

      "Darmstadt in der Barbarei"
    • Bargfelder Ausgabe

      • 450 pages
      • 16 hours of reading

      Der erste Ergänzungsband zur Bargfelder Ausgabe versammelt die Fragmente aus dem Nachlaß Arno Schmidts. Unabgeschlossenes und Ideenskizzen, teils mit zugehörigem Zettelmaterial, machen den Hauptteil dieses Bandes aus; aber auch erst kurz vor der letzten überarbeitung abgebrochene Texte wie der Radiodialog über Ludvig Holberg oder der Essay über Karl Philipp Moritz werden hier erstmals veröffentlicht. Kühe in Halbtrauer , eine der bekanntesten Erzählungen Schmidts, die Titelgeberin für die 1964 erstmals erschiene ländliche Geschichte, wurde von ihm erst in der dritten Fassung zur Veröffentlichung vorgesehen. Die ersten beiden Entwürfe, in denen sich die Erzählperspektive auf das Thema, den deutschen Widerstand, herauskristallisiert, liegen hier zum ersten Mal in Buchform vor, ebenso die fragmentarische Urfassung des Joyce-Dialogs Der Meister des Odysseus , in der Schmidt sich erstmals ausführlich mit Finnegans Wake auseinandersetzte – eine Beschäftigung, die fast sein ganzes Leben lang anhalten sollte. Ein ausführlicher editorischer Anhang erläutert die Entstehung der Texte und gibt die wichtigsten Varianten wieder.

      Bargfelder Ausgabe