The Princes' Islands
- 120 pages
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'This book is a ravishing account of the enchantment of a poet by the landscape, rekindling in us the wish to buy a ticket at once and embark for the islands'-Orhan Pamuk






'This book is a ravishing account of the enchantment of a poet by the landscape, rekindling in us the wish to buy a ticket at once and embark for the islands'-Orhan Pamuk
Personal memoir by former German diplomat Joachim Sartorius who lived in Cyprus for three years.
Exploring Sicilian history, the narrative vividly illustrates the blend of diverse cultures, styles, and attitudes. It captures the essence of a city rich in ancient brilliance, transitioning from baroque influences to contemporary life, revealing the layers of its vibrant heritage.
Bilingual German/English edition of the 2008 verse collection by acclaimed poet Joachim Sartorius, with translation by Scott J. Thompson. This book is Number 1 in The Divers Collection. Cover art is based on a painting by Terry St. John.
Vor 2500 Jahren war Syrakus auf Sizilien für die Griechen das New York des Mittelmeers: Aischylos brachte hier Stücke zur Uraufführung, Platon reiste aus Athen gleich dreimal an, der Tyrann Dionysios ersteigerte die Lyra des Euripides, und die schmachtende Nymphe Arethusa versteckte sich im Papyrushain. Dass all das heute noch präsent ist, erfuhr Joachim Sartorius, als er Syrakus zu seinem zweiten Lebensmittelpunkt machte. An seiner Seite wandern wir mit Nymphen und Zyklopen durch Ortigia, die auf einer Insel liegende Altstadt, und treffen ganz heutige Barone, Polizisten, Künstler und Barbiere. Vor unseren Augen entfaltet Sartorius die Tiefe der sizilianischen Geschichte, das Neben- und Übereinander von Kulturen, Stilen und Lebenshaltungen und fügt Details der modernen und antiken, der barocken und der zeitgenössischen Welt zu einem impressionistischen Stadtbild von großer Leuchtkraft.
Eine Weltkarte der heutigen Poesie, das wohl umfassendste Lyrik-Unternehmen der Gegenwart: der „Atlas der neuen Poesie“. Er präsentiert Lyriker und Lyrikerinnen aus 36 Ländern und 22 Sprachen. Neben den Übersetzungen stehen die Originaltexte, damit der Leser auch der Melodie des Originaltextes nachgehen kann.
Ein Portrait
Dem wachsamsten Tier der Welt verfällt Joachim Sartorius schon als Kind in Tunis, die Eidechse wird für ihn zur Chiffre für den Süden. Im Bann ihres starren, unverwandten Blicks, ihres Züngelns, des rasiermesserscharfen Eizahns, ihrer bekrallten Zehen und ihrer schillernden Färbung, berührt ihn der Hauch einer von Dinosauriern und Drachen bewohnten Urwelt. Indem er von der herrlichen Vielfalt der Eidechsen als Naturwesen und symbolische Geschöpfe erzählt, entfacht er für das undurchdringlich fremde Wesen mit dem kalten Blut ein wahres Echsenfieber. Mit seinem leidenschaftlichen Plädoyer für Schutzzonen für die Reptilien geleitet er letztendlich die Eidechse auf die Arche Noah, auf der sie dereinst keinen Platz gefunden hatte. »Je länger ich die Eidechse betrachte, umso mehr verliere ich mein eigenes Zeitgefühl und versinke selbst in eine Art von Echsentum. Die Eidechse ist unvermittelte Gegenwart, sie wird für mich, in ihrem gebannten, angespannten Hiersein, das heftig klopfende Herz der Erde.« - Joachim Sartorius
Zypern – das ist Weltgeschichte als Inselgeschichte. Aufgrund ihrer strategischen Lage war die Insel stets Objekt der Begierde fremder Mächte. Alle waren hier: Phönizier, Griechen, Römer, Byzantiner, Kreuzritter, Venezianer, Genuesen, Osmanen, Briten. Und alle haben Spuren hinterlassen: Die eindrucksvollsten Denkmäler – nach den römischen und frühbyzantinischen Ruinen von Salamis – stammen aus fränkischer und venezianischer Zeit, wie die Abtei von Bellapais, der befestigte Hafen von Kyrenia, die prächtigen Kathedralen von Nikosia und Famagusta, wo Shakespeares Othello spielt. Drei Jahre hat Joachim Sartorius auf Zypern gelebt – jetzt kehrt er dorthin zurück, zu den Kulturen und Legenden, zu Farben und Licht der Levante. Er spürt den vielen historischen und seelischen Sedimenten nach, der bewegten Geschichte der Insel, ihrer Teilung nach der türkischen Invasion im Jahre 1974 und der schwierigen aktuellen Situation. Und doch ist dieses Buch nicht das eines Historikers oder Politologen, sondern das eines Dichters, der an der Hand guter Freunde – Inselgriechen wie Inseltürken – Zypern zu verstehen sucht.
Handbuch der politischen Poesie im 20. Jahrhundert
Eine Weltkarte der Katastrophen und Aufbrüche des 20. Jahrhunderts – und der Antworten, die die Lyriker darauf gaben. Dies ist ein von Lyrikern verfasstes Geschichtsbuch des 20. Jahrhunderts. Vergesst nicht den Ersten Weltkrieg, die Revolutionen, die Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg, das Elend von Flucht und Vertreibung, die Befreiungskämpfe in den Kolonien und die kubanische Revolution – all dies wird in unverwechselbarer Sprache thematisiert. Mit seinem »Handbuch der politischen Poesie« entwirft Joachim Sartorius eine Karte der Ereignisse, die das vergangene Jahrhundert prägten – vom armenischen Genozid bis zum Vietnamkrieg, von der Belagerung Sarajewos bis zur grünen Utopie. Über 100 Lyriker aus 50 Ländern werden präsentiert. Die Auswahl ist subjektiv, jedoch geprägt von den großen Zäsuren der Geschichte. Im 20. Jahrhundert war das Verhältnis von Politik und Poesie besonders prekär. Einige Dichter waren Mitläufer oder ergriffen Partei für das Schlimmste. In einer »Schreckenskammer« am Ende des Buches versammelt der Herausgeber Gedichte von Despoten und schlechte politische Gedichte. Die Dichter, um die es ihm geht, sind unbestechlich und zeichnen die Umbrüche der Geschichte nach. Ihre Gedichte stehen im größten Gegensatz zur Macht. Sartorius führt mit einem ausführlichen Vorwort in die Sammlung ein und stellt jedem Kapitel einen Text voran.
Joachim Sartorius ist einer der besten Kenner der Poesie des 20. Jahrhunderts. Mit diesem Band legt er seine ganz persönliche Seekarte der Lyrik vor, auf der er eine poetische Weltreise zum Glück über Abgründen, zu Fisch und Albatros und zu den Knochenwürfeln der Ertrunkenen verzeichnet hat.
Autoren aus Deutschland und dem Nahen Osten treffen sich, um durch ihre wechselseitigen Erfahrungen Literatur zu schaffen. Bei einer Begegnung in Beirut diskutieren sie den Wettstreit zwischen Muezzin und Glockengeläut, während sie im Nildelta Erinnerungen an Orte erkunden. Sie laden zu einem Spaziergang durch das „traurige Berlin, das ich liebe“, ein und berichten von Satellitenschüsseln auf den kleinsten Hütten in Casablanca. Ihre Gedichte umkreisen die „Flügel des Schicksals“ am Potsdamer Platz und thematisieren Fes mit „jedem minarett eines teppichs faden“. Reportagen führen sie nach Bahrain, Teheran, Istanbul und Kairo. Der Band versammelt Erfahrungen aus fünf Jahren literarischer Begegnungen und zeigt die Chance, die Literatur bietet: einen radikal subjektiven Blick und die Fähigkeit, kulturelle Grenzen zu überwinden. Das Austauschprogramm „West-östlicher Diwan“, 2002 am Wissenschaftskolleg zu Berlin gegründet, wird gemeinsam mit den Berliner Festspielen und anderen Partnern umgesetzt. Bis 2007 nahmen 22 Autorinnen und Autoren daran teil. Jetzt werden die besten Früchte dieser Begegnungen in einem Buch zusammengetragen, mit Beiträgen von namhaften Autoren wie Abbas Beydoun, Marica Bodrozic, Rashid al-Daif und vielen anderen.
Joachim Sartorius thematisiert in seinen neuen Gedichten das Überleben als Wiederherstellung einer Aura in einer zerfallenden Wirklichkeit. Die Poesie entsteht aus "Ikonen des Übergangs" zwischen verschiedenen geographischen, geschichtlichen, persönlichen und sprachlichen Zonen.
Lang erwartet: der neue Gedichtband von Joachim Sartorius. Für Joachim Sartorius ist der Dichter ein Erinnerer. Seine neuen Gedichte sind Aufstände der Sprache gegen die Vergänglichkeit, ganz gleich, ob sie von griechischen Säulen, der Nymphe Arethusa, Eidechsen, Friseuren oder verschwundenen Milieus handeln. Vor allem ist er ein Augenmensch. »Wohin mit den Augen«: Vieldeutig muss dieser Titel gelesen werden. Als Geblendetsein von großer Sinnlichkeit. Als Scham, etwas sehen zu müssen, dessen Zeugenschaft man kaum übernehmen kann. Als Anspielung darauf, dass einem im Laufe eines langen Lebens eher mehr als weniger Augen wachsen. Sartorius führt uns zu den ihm vertrauten Orten: Tunis, Alexandria, die Levante, das weiße Meer. Im Zentrum der Gedichte steht die sizilianische Stadt Syrakus, selbst Gedächtnisort, selbst eine gleißende Erfindung der Erinnerung. Aufgehellt wird der existenzielle Ernst, der diese mittelmeerischen Meditationen durchzieht, durch ein mehrteiliges Capriccio über die türkische Katze des Dichters, ihre Launen, ihren funkelnden Übermut. Ich bin der Hirt, der Feigen schlitzt. Schön spreche ich über die grauen Schafe. Und schöner noch über die dunklen Gräber. Den ersten Schmetterling, braun und nervös. Hoch auf dem Berg liegt aufgeschlagen das Bestimmungsbuch für die Arten seines Flugs.
Gedichte
Der Lyriker Joachim Sartorius wird 70 und schenkt uns neue Gedichte! Joachim Sartorius bewohnt das zwielichtige und fruchtbare Territorium, wo Orient und Okzident sich begegnen. In seinem neuen, lange erwarteten Gedichtband finden wir seine halb imaginierten, halb realen Städte wieder: Alexandria, Nikosia, Syrakus und Istanbul. Das Geheimnis des Reisens und das Geheimnis des Staunens werden im Schreiben eins. Sartorius sucht nach den Erzählungen des östlichen Mittelmeers und nach den Leerstellen der Kulturen der Levante. Den Orten und Mythen, die am Weißen Meer angesiedelt sind, stellt er einen langen Zyklus über ein Dorf in Brandenburg und Gedichte über Schönheit und Vergänglichkeit gegenüber. Das Paradox, dass gerade die Sinnlosigkeit unseres täglichen Tuns durch die Poesie zum Leuchten gebracht wird und so ins Sinnvolle umschlagen kann, durchzieht das gesamte Buch. SPRACHLEUCHTEN Der Himmel ist leer. Ist schwarz. Hinter dem Schwarz eine Billion Watt. Die Lichtlöcher im Tuch sind Sterne. Von vorn beleuchtet Sprache die Dinge, jetzt und immer. Nichts destoist der Himmel aber wie er ist. Ist die Sprache, wie sie ist. Die Sofortbilder kommen später. Ihre Belichtung die halbe Liebe.
Roswitha Hecke, geboren 1944 in Hamburg, Photographin mit russischen Großeltern, hat ihr Metier von der Pike auf gelernt. 1965 wurde sie Theaterphotographin bei Peter Zadek und arbeitete am Set bei Filmprojekten von Werner Schroeter, Eric Rohmer und Rainer Werner Fassbinder. 1979 erscheint ihr Buch „Liebes Leben“. Es wird ein Welterfolg und gestattet ihr, auf Reisen zu gehen. Drei Jahre verbringt sie auf abenteuerliche Weise in Tanger. Die Bilder, die sie von dort mitbringt, strahlen die Hecketypische Mischung aus Humor, Vitalität und Erotik aus. Ausgestattet mit einer außergewöhnlichen Sensibilität für das, was das Leben ihrer Modelle ausmacht, ist sie nicht zuletzt mit subtilen Portraits und Reportagen über Stars wie der Schauspielerfamilie Bennent, aber auch völlig Unbekannten wie einer Züricher Prostituierten, den Transvestiten im Bois de Boulogne, einem Detektiv in der Bronx oder den Obdachlosen auf der Bowery von New York berühmt geworden. Im Oktober widmet der Martin Gropius Bau, Berlin, unter dem Titel „Roswitha Hecke: Secret Views“ ihrem Werk eine Retrospektive. Sie wird von unserer Publikation begleitet, für die der Dichter Joachim Sartorius und der Politiker Michael Naumann zur Feder gegriffen haben.
Auswendiges Gedicht der Augen heißt ein Vers aus dem Zyklus Was im Turm begann im vorliegenden, dritten Gedichtband von Joachim Sartorius. Zwischen den Bildern, die unmittelbar verständlich scheinen, haften bleiben und doch entschlüsselt werden müssen, und den Worten, die den Sinn sammeln und dennoch die Selbstgenügsamkeit der Bilder nie ganz erreichen können, bewegen sich die Gedichte dieses Bandes. Der zweite Zyklus Alexandria, mit dem der Band schließt, ist der Gestalt von Konstantin Kavafis, dem Lyriker und Gelehrten, der zu Lebzeiten kein Buch veröffentlichte, und seiner Heimatstadt Alexandria gewidmet. In der Existenz dieses großen Dichters und seiner Poetik, wie sie Sartorius entwirft, zeichnet sich etwas von der sinnlichen Fülle und dem Glück, der Gelehrsamkeit und Belesenheit, der Erinnerungslust und dem Verlangen, dem Wissen um die Vergeblichkeit und der Todesangst ab, die als Motive auch Sartorius Gedichte bestimmen. Ihre anspielungsreiche, von Verweisen und Zitaten durchsetzte, vielstimmige Sprache bewegt sich zwischen Nennen und Erzählen, auf kleinstem Raum wie in literarischer, historischer und geographischer Weite.
Gedichte und Interpretationen, herausgegeben von Marcel Reich-Ranicki
This publication concentrates on the painted work of the internationally renowned artist and gives an overview of all of his creative periods over a span of five decades - from the Art Informel beginnings around 1958, the development of his "Kopffüßler" form, up to the spectacularly large and austere "house" images of his last phase of work. The so-called "red" pictures, which are of enormous intensity and archaic eroticism, as well as the most important pictures engaging directly with his chosen home in Italy, are shown. And finally the break in Horst Antes's work is documented: his turning away from the figure he invented and towards new pictorial themes of windows, boats, "date paintings" and in particular the predominantly black "house" pictures in their austere pictorial language and their solid presence. Exhibition: Martin-Gropius-Bau, Berlin, Germany (14.06.-16.09.2013).