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Roland Girtler

    May 31, 1941
    10 Gebote der Feldforschung
    Die feinen Leute
    Sommergetreide
    Eine kleine Bücherei
    Über die Grenzen. Ein Kulturwissenschaftler auf dem Fahrrad
    Irrweg Jakobsweg
    • Der Jakobsweg, einer der bedeutendsten Pilgerwege des katholischen Christentums, hat in den letzten Jahren stark an Beliebtheit gewonnen. Viele Menschen, auf der Suche nach sich selbst oder als Wanderbegeisterte, folgen den Spuren des hl. Jakobus. Doch die unrühmliche Geschichte der katholischen Reconquista und die Vereinnahmung des hl. Jakobus sind wenig bekannt. Roland Girtler, der sich intensiv mit den Kulturen der Albigenser, Mauren und sephardischen Juden beschäftigt, zeigt, dass die Entstehung des Jakobsweges mit Krieg, Gewalt und der Vernichtung von Menschen verbunden ist. Nach der Eroberung der iberischen Halbinsel durch die Mauren im 8. Jahrhundert erlebte die europäische Kultur eine immense Bereicherung. Die liberale maurische Kultur förderte ein Miteinander von Moslems, Juden und Christen und brachte bedeutende Erkenntnisse in Philosophie, Mathematik und Dichtung. Im Gegensatz dazu reagierte die katholische Kirche mit brutaler Grausamkeit während der Rückeroberung Spaniens, die unter dem Patronat des hl. Jakobs stand, und der Inquisition, in der Tausende ihr Leben verloren. Girtler möchte jedoch nicht nur die historischen Ereignisse kritisch beleuchten, sondern auch aufzeigen, dass es heute möglich ist, eine Welt zu schaffen, in der Christen, Juden und Araber harmonisch zusammenleben können, inspiriert von den Werten der freien Albigenser und der gelehrten Mauren.

      Irrweg Jakobsweg
      4.8
    • Berühmte Persönlichkeiten philosophieren über die Freuden und (manchmal auch) Leiden des Lesens und der Bücher: oft überraschend, meist charmant, immer mit einem kleinen Augenzwinkern! Ein einführendes Essay zum Thema von Roland Girtler rundet den Band ab. 'Lesen ist für den Geist, was Gymnastik für den Körper ist.' Joseph Addison

      Eine kleine Bücherei
      5.0
    • Sommergetreide

      • 384 pages
      • 14 hours of reading

      Die alte bäuerliche Kultur gibt es nicht mehr; sie hatte auch keine Überlebenschance. Zu Ende ging diese Kultur Anfang der 60er Jahre mit dem Abgehen der Bergbauern vom Getreidebau ...

      Sommergetreide
      5.0
    • Die feinen Leute

      • 447 pages
      • 16 hours of reading

      Nobel geht die Welt zugrunde - unter dieses sarkastische Motto könnte man dieses erfolgreiche Buch von Roland Girtler stellen, das nun in dritter Auflage vorliegt. Der Autor unterstellt ein überall sichtbares, tagtäglich angestrengtes Streben nach Vornehmheit. Jeder möchte sich würdig und stolz, entweder in aller Bescheidenheit oder unter tosendem Beifall, über andere erheben. Der Mensch als animal ambitiosum wünscht und sucht den Beifall; er sehnt sich nach einer ehrenvollen Stellung in der Gruppe, am Arbeitsplatz oder im gesellschaftlichen Leben. Den vielfältigen Strategien, die dafür aufgewendet werden, ist der Autor nachgegangen. Mit heiterer Ironie, aber nie ohne Sympathie, stellt Girtler die Bemühungen um einen Platz an der Sonne dar. Er ist den Eitelkeiten von Adeligen, Politikern, Aufsteigern, Honoratioren, Ganoven, Sandlern, Räubern, Jägern, Sportlern, Gentlemen, Yuppies, Generälen, Professoren, Schauspielern, Geistlichen u. v. a. nachgegangen und beschreibt deren Symbole, Fetische und sorgsam erwogenen Schritte im dauernden Kampf um Anerkennung. Dieses Streben nach Vornehmheit orientiert sich an einem allgemein anerkannten Vorbild: der Welt der Adeligen, den feinen Ritualen und Symbolen der Hocharistokratie. Am Lebensstil, an den Regeln, an den Gewohnheiten und auch an den liebevoll gepflegten Extravaganzen der Adeligen messen sich all jene, die im „demonstrativen Müßiggang“ eine ihnen adäquate Rolle sehen.

      Die feinen Leute
      5.0
    • Allen Soziologen wünschte Rene König etwas von Roland Girtlers Forschungsart. Dieses kleine Bändchen mit 10 Geboten der Feldforschung gibt Einblick in ein Forscherleben und lädt ein zur Nachahmung.Wie immer bei Girtler wird das pralle Leben sichtbar - und - es darf geschmunzelt werden.

      10 Gebote der Feldforschung
      4.8
    • Methoden der Feldforschung

      • 198 pages
      • 7 hours of reading

      Der Soziologe und Kulturanthropologe Roland Girtler gilt als Pionier der qualitativen Sozialforschung. Neben wissenschaftlich theoretischen Überlegungen stehen in diesem Band konkret-praktische Anleitungen zur Feldforschung im Vordergrund. Er enthält zahlreiche Hinweise für angehende und bereits in der Forschung stehende Sozial- und Kulturwissenschaftler.

      Methoden der Feldforschung
      4.6
    • Es ist dieser Drang nach Würde, der dem menschlichen Leben und dem Handeln der Menschen wesentlich zugrunde liegt und der gerade in Randkulturen offensichtlich wird ..

      Randkulturen
      4.5
    • Herrschaften wünschen zahlen

      • 401 pages
      • 15 hours of reading

      ***Angaben zur beteiligten Person Girtler: Roland Girtler ist em. Universitätsprofessor am Institut für Soziologie der Universität Wien. Er studierte Jurisprudenz, Ethnologie, Urgeschichte, Philosophie und Soziologie an der Universität Wien.

      Herrschaften wünschen zahlen
      5.0
    • Die alte Klosterschule

      • 296 pages
      • 11 hours of reading

      Der bekannte Soziologe Roland Girtler beschäftigt sich in seinem jüngsten Buch mit der Welt der alten Klosterschule. Diese Art der Klostererziehung, die auch der Autor genossen hat, ist ein Relikt des Mittelalters und wurde bis in die siebziger Jahre in klassischer Weise fortgeführt. Girtler beschreibt die alte Klosterschule mit ihrem Gymnasium und Konvikt, in ihrer ganzen Strenge, Buntheit und Vielfalt vor allem aus der Warte der „kleinen Gymnasiasten“. Ähnlich wie die alte bäuerliche Kultur ist auch diese alte Klosterkultur, in der fromme, achtungsgebietende Patres regierten, allmählich zu Ende gegangen. Die Erziehung, zu der u. a. auch ganz selbstverständlich das Erlernen der alten Sprachen Latein und Griechisch gehörte, war im Wesentlichen durch das griechische Sprichwort „O me dareis anthropos ou paideuetai“ - „der Mensch, der nicht geschunden wurde, ist nicht erzogen“ geprägt. In dieser Welt hinter Klostermauern war vieles verboten, was den Jugendlichen heute selbstverständlich erscheint. Die Kultur der Klosterschule mit ihrer Frömmigkeit und Strenge brachte natürlich auch kleine Rebellen hervor - zu denen u. a. auch der Autor gehörte.

      Die alte Klosterschule
      5.0
    • Bösewichte

      Strategien der Niedertracht

      Weltgeschichte wird durch Bösewichte geschrieben. So die Diagnose des bekannten Kulturwissenschaftlers Roland Girtler. Niedertracht ist ein fester Bestandteil des Alltags. Menschliches Handeln ist durch die Einteilung in Gut und Böse bestimmt - wobei die Bösen immer die anderen sind. Und die "guten Menschen" brauchen Bösewichte, um selbst als umso besser dazustehen.Die Strategien der Niedertracht können vielfältig sein. Sie reichen von Demütigung, Verrat, Kompromittierung des anderen bis zu subtilen Formen, seinen vermeintlichen Konkurrenten zu besiegen. Ebenso weitgestreut sind die Bereiche, in denen Niedertracht zutage tritt: in der Familie, im Freundes- und Kollegenkreis, in der Wissenschaft und Politik - mit einem Wort, niemand ist davor gefeit.Ein ideales Buch also für Feinde und für alle jene, die ihre Kunst der Niedertracht verfeinern wollen.

      Bösewichte
      5.0
    • Der vagabundierende Kulturwissenschaftler

      Eine Radtour durch Österreich, Tschechien und Deutschland

      • 284 pages
      • 10 hours of reading

      Roland Girtler wettet im Wirtshaus mit seinen Freunden um ein Glas Bier, dass er es schafft, in drei Wochen von Wien über Hamburg nach Rügen und retour zu radeln und gleichzeitig kulturwissenschaftliche Betrachtungen über das Reisen, Wandern und Vagabundieren niederzuschreiben. Seine Wette hat Girtler gewonnen. Die unorthodoxe Herangehensweise an alltägliche Notwendigkeiten und die kommunikative Fröhlichkeit des vagabundierenden Kulturwissenschaftlers garantieren, dass seine Beobachtungen und Erlebnisse in ein aufschlussreiches Lesevergnügen münden. Die beschriebene Reise ist auch zeitgeschichtlich interessant, denn eine solche Radtour umwehte in den frühen 1990er Jahren kurz nach Öffnung der Grenzen noch der Hauch des exotischen Abenteuers.

      Der vagabundierende Kulturwissenschaftler
      5.0
    • Aschenlauge

      • 312 pages
      • 11 hours of reading

      Bauernleben im Wandel. Das Leben und das Arbeiten am Bergbauernhof in Oberösterreich. Erzählungen von ehemaligen Mägden, Knechten, Bauern und Handwerkern ..

      Aschenlauge
      5.0
    • Das letzte Lied vor Hermannstadt

      Das Verklingen einer deutschen Bauernkultur in Rumänien

      • 351 pages
      • 13 hours of reading

      Seit 17 Jahren forscht Roland Girtler mit Studierenden der Universität Wien in Siebenbürgen über die alte Bauernkultur der Landler und Sachsen, die von den Rumänen als „Deutsche“ bezeichnet werden. Dies ist das dritte Buch, das Girtler mit seinen Studierenden, oft als „Girtler-Truppe“ bezeichnet, zu diesem Thema veröffentlicht. Viele junge Menschen sind in den letzten Jahren nach Deutschland und Österreich ausgewandert, während die Zurückgebliebenen, die ihre alte Kultur bewahren möchten, sich verraten fühlen. Die alte Bauernkultur in Rumänien ist gefährdet, und es scheint, als ob die EU-Politik das vollendet, was Nicolae Ceausescu angestrebte: die Abschaffung des Kleinbauern unter dem Vorwand des Fortschritts. In diesem Sammelband finden sich Aufsätze der „Girtler-Truppe“ und von Girtler selbst, die sich mit dem Alltag der letzten deutschen Bauern im Dorf Großpold befassen. Themen wie Feste, die von Rückkehrern gefeiert werden, sowie die Veränderung der Begräbnisrituale werden behandelt. Girtler und zwei Studierende fungierten als Totengräber, da es an jungen Männern mangelt. Das Buch bietet spannende Einblicke in die engagierte Forschung und dokumentiert den Wandel einer alten Kultur, die bald verschwinden könnte.

      Das letzte Lied vor Hermannstadt
      5.0
    • Wilderer

      • 311 pages
      • 11 hours of reading

      Der Wilderer als „Rebell der Berge“ hat auch heute nichts von seiner Faszination verloren. Seit Jahrhunderten gelten die Wildschütze als kühne Abenteurer, die sich als Helden der kleinen Leute gegen die Macht der Herrschenden stellen – sei es, um sich in Zeiten von Hunger und Armut mit Fleisch zu versorgen, oder sei es bloß als Geste des Aufbegehrens. Dieses reich bebilderte Buch spürt dem Phänomen „Wilderer“ in Bild und Text nach. Historische Einblicke in das Wildschützwesen und in die bis heute währende Popularität legendärer Wilderer im Alpenraum werden den Wilderern der Gegenwart, die Elefanten, Tiger und Nashörner auf der Jagd nach Trophäen dahinmetzeln, gegenübergestellt. Zugleich erkundet das Buch Positionen der zeitgenössischen Kunst in der Darstellung von Wilderern vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

      Wilderer
      4.4
    • Pepi T.

      • 297 pages
      • 11 hours of reading
      Pepi T.
      4.0
    • Der Adler und die drei Punkte

      • 326 pages
      • 12 hours of reading

      Aus dem Vorwort: „Ein tätowierter Adler auf der Brust und drei tätowierte Punkte im Winkel von Daumen und Zeigefinger der rechten Hand zieren neben anderen Tätowierungen den Mann, von dem dieses Buch handelt. Diese beiden in Gefängnissen angebrachten Tätowierungen haben einen besonderen Symbolcharakter. Der Adler soll dem Träger das Gefühl der Macht verleihen und die drei Punkte drücken das Gebot aus, niemanden zu verraten, genauer: ich sage nichts, ich höre nichts und ich sehe nichts. Das Leben, welches hier geschildert werden soll, wie ich es erfahren und mir erarbeiten konnte, ist ungewöhnlich. Es ist das Leben eines Unterweltlers, der in einer Antigesellschaft, in der Subkultur der Wiener Kriminalität, des verbotenen Glücksspiels und der Gefängnisse lebte.“

      Der Adler und die drei Punkte
      4.0
    • Der Strich

      • 304 pages
      • 11 hours of reading

      Die erweiterte u. akt. Neuauflage des Standardwerks über die Prostitution, verfaßt von einem Soziologen, der Ergebnisse wissenschaftlicher Feldforschung ungemein spannend u. informativ darzustellen versteht

      Der Strich
      3.5
    • Die Gaunersprache schöpft aus langen sprachlichen Traditionen: neben mittel- hochdeutschen, jiddischen, romanischen Begriffen auch slawischer Herkunft

      Rotwelsch
      4.0
    • Schmuggler

      Von Grenzen und ihren Überwindern

      German

      Schmuggler
      3.5
    • Aufgabe gerade der Geistes- (Kultur-) und Sozial- bzw. Wirtschaftswissenschaftler, wie der Soziologen, Ethnologen (Kulturanthropologen), Ökonomen und Historiker, müsste es sein, die Welt über die Erkenntnisse der eigenen Forschung aufzuklären. Jedoch dem ist nicht so, stattdessen tun sich nicht wenige Wissenschaftler mit der besonderen Fähigkeit hervor, zu verschleiern, zu täuschen und Kollegen bzw. Kolleginnen in Misskredit zu ziehen. Mit solchen Strategien des Tricksens, Betrügens und Verleumdens beschäftigt sich das vorliegend Buch. Damit will jedoch nicht gesagt sein, dass es nicht auch liebenswürdige und gütige Leute in der Wissenschaft gibt. Auch diese gibt es, sie scheinen aber in der Minderzahl zu sein.

      Die wechselseitige Niedertracht der Wissenschaftler
    • Eine kleine Schlemmerei

      111 delikate Weisheiten für Genießer

      Berühmte Persönlichkeiten philosophieren über die Freuden und Leiden des Essens & Trinkens, kurz Schlemmen genannt: oft überraschend, meist charmant, immer mit einem kleinen Augenzwinkern! Ein einführendes Essay zum Thema von Roland Girtler rundet den Band ab. 'Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken.' Johann Wolfgang von Goethe

      Eine kleine Schlemmerei
    • Girtler unterwegs

      Gespräche mit sieben Zeitgenossen

      • 216 pages
      • 8 hours of reading

      Was haben eine Wiener Fiakerfahrerin und ein erfolgreicher Bankmanager gemeinsam? Lesen Sie Roland Girtlers neues Buch, um es zu erfahren. Österreichs bekanntester Soziologe führt seine spannenden Personenstudien aus »Eigenwillige Karrieren« und »Allerhand Leute« weiter. Bei seinen Vorträgen, im Kaffeehaus oder in der Straßenbahn lernt er immer wieder Menschen kennen, die ihn beeindrucken. Er trifft auf originelle Charaktere und Lebenswege und erfährt einzigartige Geschichten, die doch alle von Mut, Durchsetzungskraft und Würde zeugen. Von einem israelischen Panzerfahrer, der nach Österreich auswanderte – aus Liebe zur deutschen Sprache. Von einem Leichenbestatter und leidenschaftlichen Pferdesportler, der durch seinen Beruf ein guter Menschenkenner wurde. Und von vielen anderen, die auch Sie kennenlernen sollten!

      Girtler unterwegs
    • Eigenwillige Karrieren

      Wer seine eigenen Wege geht, kann nicht überholt werden

      • 459 pages
      • 17 hours of reading

      Ein Privatgelehrter, der alle Vorträge und Vernissagen seiner Stadt aufsuchte, bei denen es gratis zu essen gab; Eine Puppenspielerin, die ein Wildererkochbuch herausbrachte; Ein Universitätsprofessor, der Präsident eines Mickymausclubs und angesehener Operettenforscher ist; Ein Osttiroler Bauernsohn, der zum Wildschützen wurde; Ein ehemaliger Holzknecht, der die alte Bauernkultur erlebte; Ein Schneeschaufler, der vom Kaiser abstammt; Eine Landlerin aus Siebenbürgen, die in Rumänien ihrer alten Kultur treu bleibt; Ein Bergretter, der viele Menschen aus ihrer Not befreite; Ein Musikant im Ausseerland, der dereinst zu den Ausseer Paschern gehörte; Ein Müllentsorger und Totengräber, der meint, er habe hunderte Menschen unter sich; Ein Bordellbesitzer, der zum Biobauern wurde; Ein Unternehmer im Wiener Prater, der die Grottenbahn rettete; Ein Kriminalbeamter, der als Kolumnist einer angesehen Kriminalzeitschrift Aufsehen erregte; Eine Wirtin in Osttirol, die offen für Rebellion und Wissenschaft eintritt, und ein Wirt im Prater, der bestes Bier anbietet. Menschen mit „Eigenwilligen Karrieren“.

      Eigenwillige Karrieren
    • "Holt's den Viechdoktor!"

      Die abenteuerliche Welt der alten Landtierärzte

      ***Angaben zur beteiligten Person Girtler: Roland Girtler ist em. Universitätsprofessor am Institut für Soziologie der Universität Wien. Er studierte Jurisprudenz, Ethnologie, Urgeschichte, Philosophie und Soziologie an der Universität Wien.

      "Holt's den Viechdoktor!"
    • Ein Lesebuch

      Das Beste vom vagabundierenden Kulturwissenschafter

      Zum 65. Geburtstag von Roland Girtler versammelt dieses Lesebuch das Beste aus seinem Werk und bietet einen Genuss für Fans sowie Neueinsteiger. Girtler radelt durch das Land, sucht die Natur und die Menschen und erforscht das Leben der Landler, Bauern, Handwerker, Almer und Senner. Er ist ein Soziologe, der sich nicht nur akademisch mit sozialen Außenseitern beschäftigt und hat sich dabei eine Monopolstellung erarbeitet. Sein legerer Stil und der oft witzige umgangssprachliche Ton zeichnen seine Bücher aus, in denen er über Sandler, Häfenbrüder und Wilderer schreibt. Girtler betreibt eine Art verspätete Aufklärung, indem er die Auswirkungen von Katholizismus, Reformation und Gegenreformation thematisiert und ein Bewusstsein für alternative Lebensformen schafft. Seine wertvolle Arbeit ist unbestritten, geprägt von einer Ambivalenz: Ein Wiener Universitätsprofessor, der anarchistische Eskapaden wagt, könnte eigentlich Angst vor diesen Außenseitern haben. Doch Girtler meidet nicht die Ganoven, sondern gibt ihnen eine Stimme und beleuchtet ihre Lebensrealitäten.

      Ein Lesebuch
    • Roland Girtler hat in verschiedenen Bereichen geforscht, unter anderem bei Vagabunden, Dirnen, Bauern und Klosterschülern. Sein aktuelles Interesse gilt den Pfarrersköchinnen, die er als facettenreiche Persönlichkeiten darstellt. Diese Frauen unterstützen nicht nur die Pfarrer, sondern engagieren sich auch in der Gemeinschaft und finden Freude in der Kirche. Girtler begegnete dabei mutigen Frauen, darunter eine Fallschirmspringerin und eine Schmugglerin. Ein zentrales Thema des Buches ist der Zölibat der Priester, betrachtet aus der Perspektive der Pfarrersköchinnen, die manchmal in ihre Dienstherren verliebt sind oder diese heiraten. Die Forschung über Pfarrersköchinnen ist besonders reizvoll, auch wenn es heutzutage nicht mehr viele von ihnen gibt. Sie repräsentieren eine interessante Facette kulturellen Handelns. Eine der Pfarrersköchinnen bemerkte humorvoll, dass es wahrscheinlich einfacher sei, über Dirnen zu forschen, da viele von ihnen fromm, aber auch sehr clever sind. Abgerundet wird das Buch mit einer Auswahl von Original-Kochrezepten der Pfarrersköchin Bertilia Mandl.

      Pfarrersköchinnen
    • Die über tausendjährige Geschichte der Wildschützen ist eine Geschichte der Not und des Aufbegehrens gegen den Adel, der den Bauern sogar verbieten wollte, den Wald zu betreten. In der Gestalt des Wildschützen erwuchs daher im Gebirge eine Heldenfigur, die bis heute mystifiziert und romantisiert wird. Die Wilderer verstanden es, Mut und bergsteigerisches Können einzusetzen, um den bäuerlichen Mittagstisch durch ein Wildbret zu bereichern. Zu ihnen gesellten sich dann die Sennerinnen, die mithalfen, die bäuerliche Tafel mit einem Reh- oder Gamsbraten zu schmücken. Gemeinsam mit Eva Bodingbauer hat sich Roland Girtler auf die Spur der alten Wildererrezepte gemacht. Diese gehen von einfachen Speisen, wie sie typisch für die Kultur der Armut im Gebirge waren, bis zu „noblen“ Menüs, wie sie bei Hochzeiten oder ähnlichen Festivitäten der Bauern und Wildschützen im Gebirge aufgetischt wurden. Eva Bodingbauer hat die Rezepte nachgekocht und mit zahlreichen anschaulichen Fotos dokumentiert. Rund um die Gerichte herum macht sich Roland Girtler Gedanken über die Herkunft der Speisen, die alte Kultur der Wildschützen und präsentiert Geschichten, wie sie auf Almhütten und in den Gasthäusern erzählt wurden.

      Wilderer-Kochbuch
    • Vom Fahrrad aus

      • 249 pages
      • 9 hours of reading

      Girtler ist ein Vagabund, ein Philosoph des Alltags. Ein genauer Beobachter von Landschaft, Grenzen und Menschen. Wie die alten Philosophen weiß er vom vergessenen Wert des Vagabundierens. Die Mühen und Schönheiten des Radfahrens verbindet er mit hintersinnigen Betrachtungen allerlei Art. Er sinniert über Mannbarkeitsriten, magische Schreckensfiguren, Paracelcus und Marx, gefährliche Wahrheiten, Wissen und Wissenschaft. Er wirft seinen Blick immer wieder auf Grenzen und die Ausgegrenzten.

      Vom Fahrrad aus
    • Der Autor berichtet hier am Beispiel seiner Eltern, die nach dem Krieg im oberösterreichischen Gebirge eine Praxis eröffneten, über die Kultur früherer Landärzte ...

      Landärzte
    • Beisln und Altwiener Gaststätten - Ein Führer zu 187 der schönsten Lokale - bk531; Falter Verlag; Bernst Anwander; pocket_book; 1997

      Beisln und Altwiener Gaststätten
    • Wilderer. Rebellen in den Bergen.

      • 341 pages
      • 12 hours of reading

      Der Soziologe und Kulturanthropologe Roland Girtler widmet sich den in zahlreichen Liedern und Geschichten romantisierten Wildschützen. Er zeichnet dabei eine Kultur bäuerlichen Rebellentums nach, die auf eine Zeit zurückgeht, als der Adel seine Jagden noch auf Kosten der Bauern durchführte, die unter dem Wild- und Jagdschaden zu leiden hatten. Vor diesem Hintergrund sind jene Bauernburschen zu verstehen, die zu Wilderern wurden und sich so gegen die Erniedrigung durch die Jagdherren wehrten. Sie genossen nicht nur bei Bauern, Sennerinnen und Dorfschönheiten, sondern auch beim „braven Bürger„ hohes Ansehen - als Helden der „kleinen Leute“.

      Wilderer. Rebellen in den Bergen.
    • Rebellen-Blut

      Vom Leben und Schicksal der legendären Walder-Brüder Pius und Hermann

      • 250 pages
      • 9 hours of reading

      Noch nie wurde ein derart tiefer Einblick in die von Kühnheit und Abenteuerlust durchströmte Welt der Wilderer-Brüder Hermann und Pius Walder aus dem Osttiroler Villgratental erlaubt. Mitten in einer idyllischen Bergwelt begegnen Leidenschaft und unbändige Lebenslust der Tragik eines Dramas, welches das berührende Schicksal einer Bruderliebe wie die Reise vom Paradies in die Hölle erleben lässt. „Rebellenblut“ - ein genauso herzerfrischendes wie bewegendes Dokument von bislang ungekannter Ursprünglichkeit.

      Rebellen-Blut
    • Allerhand Leute

      Rinderzüchterin, Prinz, Bordellbesitzer, Philharmoniker, Landarzt, Wirtshausmusiker, Fährmann

      • 225 pages
      • 8 hours of reading

      Roland Girtler portratiert Menschen, die auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein konnten. Vordergrundig haben ein Landarzt, ein Philharmoniker und ein Fahrmann namlich wenig gemeinsam. Doch ihre aussergewohnlichen Lebenslaufe, gepragt von Originalitat, Unangepasstheit und Selbstbewusstsein, weisen uberraschende Gemeinsamkeiten auf. Der Soziologe und Feldforscher Roland Girtler, ausgestattet mit einem Gespur fur Kuriositaten, ist wieder unterwegs. Bei seinen Vortragen, im Kaffeehaus, in der Strassenbahn oder der Kirche lernt er Menschen kennen, die ihn beeindrucken. Auf den ersten Blick mogen die Politikerin und Malerin Ottilie Matysek, Gundakar Prinz von und zu Liechtenstein und der Unterweltler und Bordellbesitzer Hansl Synek zwar keine Gemeinsamkeiten aufweisen. Doch Girtler gelingt es in "Allerhand Leute" beim Portratieren von sieben sehr unterschiedlichen Charakteren verbindende Klammern in ihren Karrieren Es sind bemerkenswerte Lebenslaufe oder ungewohnliche Berufe, eine ausgepragte Do-it-yourself-Mentalitat oder eine ordentliche Portion Frechheit, Durchhaltewillen oder Spontaneitat, die seine Charakterkopfe verbinden und deren Strategien des Durchhaltens, Erfindens und Unterhaltens der Soziologe untersucht. Humorvoll, provokant, spannend.

      Allerhand Leute