Gregory Fuller Books






Das stumpfe Schwert
Roman des Spätmittelalters
Mammut - Roman der Eiszeit - bk1758; Casimir Katz Verlag; Gregory Fuller; Paperback; 1988
Mit »Ästhetik in Krisenzeiten« präsentiert Gregory Fuller eine umfassende Analyse der Gegenwartsästhetik. Die zentralen Fragen sind: Was kann Ästhetik in der aktuellen ökologischen Krise leisten? Welchen Weg könnte sie in Zukunft einschlagen? Fuller verabschiedet sich von veralteten Begriffen wie Schein, Mimesis und dem Werkbegriff sowie von traditionellen Wahrheitstheorien und der durch Hume und Kant geprägten Urteilsästhetik. In einer kantischen Manier prüft er auch empirische Ästhetik und den Schönheitsbegriff. Stattdessen stellt er die subjektive ästhetische Erfahrung, konkret die Rezeptionsästhetik, in den Mittelpunkt seiner Theorie. In drei kapitellangen Abschnitten untersucht er die heutigen Bedingungen ästhetischer Alltags-, Natur- und Kunsterfahrung. Für eine Neuausrichtung der Ästhetik bezieht Fuller auch außerästhetische Theorien wie die Choice Theory, Material Culture Studies und Emotionstheorien ein. Er plädiert dafür, der Subjektivität ästhetischer Erfahrungen Raum zu geben und den Fokus auf das drängendste ästhetische Problem zu richten: die Entwicklung eines neuen Naturverhältnisses angesichts der ökologischen Krise. Zudem möchte Fuller das ästhetische Spektrum geografisch-kulturell erweitern und die aufkommende Globalästhetik fördern.
Das Ende
Von der heiteren Hoffnungslosigkeit im Angesicht der ökologischen Katastrophe
- 125 pages
- 5 hours of reading
Das dramatische Artensterben, die Ineffektivität des Pariser Klimaabkommens und der Rückschritt in der US-Klimapolitik werfen die Frage auf, wie philosophisch mit der scheinbar unaufhaltsamen ökologischen Katastrophe umzugehen ist. In einem klugen, verständlichen und eindringlichen Essay, der in der Tradition Montaignes steht und Anleihen bei Günther Anders nimmt, konfrontiert der Autor die Leser provokant mit der Erkenntnis, dass es zu spät ist. Er schildert die Geschichte des Menschen und dessen Selbstüberhöhung sowie die menschengemachten, tödlichen Prozesse, deren Folgen nicht rückgängig gemacht werden können. Der Autor kommt zu der aufrüttelnden Einsicht, dass nur die Akzeptanz des Unabänderlichen, eine „heitere Hoffnungslosigkeit“, der Situation gerecht werden kann. Diese Haltung erzeugt einen „Zustand ruhiger Wachheit“, der zu zivilem Ungehorsam führt. In einem umfangreichen Schlusskapitel zieht er Bilanz und skizziert Wege, die es dem Individuum im destruktiven Anthropozän ermöglichen, psychisch zu überleben. Aus den Rezensionen wird deutlich, dass der Autor als glänzender Stilist gilt und für Ehrlichkeit plädiert, während er die aussichtslosen ökologischen Verhältnisse präzise anamnese und diagnostiziert.